30.01.2022 Sonntag 11:00 Uhr | Arbeitskreise & Projektgruppen

Rundgang: Die Täter wohnten nebenan – Nazi-Täter und ihre Trierer Wurzeln

Dass Klaus Barbie zeitweise ein „Trierer Jung“ war, ehe er zum „Schlächter von Lyon“ mutierte, ist manchen bekannt. Und dass der ehemalige Kreisleiter der NSDAP, Paul Wipper, viel später ein Mitglied der AG Frieden (AGF) wurde, kann man im Buch „StattFührer. Trier im Nationalsozialismus“ nachlesen. Aber welche Täter gab es noch in Trier? Waren es nur Männer oder gehörten auch Frauen zur Kategorie der Nazi-Täter? Wer war überhaupt „Täter“?

Diese und andere spannende Fragen sind Thema des Stadtrundgangs am Mittwoch, dem 30.1.2019. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitskreises „Trier im Nationalsozialismus“ der AGF führen auf den Spuren der NS-Täter durch die Stadt. Mit diesem Stadtgang will die AGF landläufigen Vorstellungen entgegenwirken, dass es „so richtige“ NS-Täter gar nicht in Trier gab und wenn doch, dass es Sadisten und Psychopathen gewesen sein mussten.

Wer sich auf die Spurensuche nach „NS-Täter/innen von nebenan“ begeben will, ist herzlich eingeladen. Der Rundgang beginnt um 11:00 Uhr und dauert ca. 90 Minuten. Ausgangspunkt der Führung ist das Stadttheater am Augustinerhof. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier

Der Rundgang ist ein Beitrag zur Ausstellung ‚Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand‘, sie ist vom 17.01.2022 – 25.02.2022 zu den Öffnungszeiten der VHS im Foyer der Stadtbibliothek am Domfreihof Trier zusehen. Am Do 20.01. um 19 Uhr ist die Ausstellungseröffnung mit Kulturdezernent Markus Nöhl, VHS Raum 5, Domfeihof.

Im Rahmen der Ausstellung sind weitere Veranstaltungen u.a. ein Zivilcouragetraining und Vorträge zum Thema geplant. Bitte Ankündigungen in Presse, auf Webseiten und im AGF-Newsletter beachten.

Fotos: Mechthild Schneiders, sie entstanden bei einem Rundgang gegen das Vergessen am 9.11.2021 in Trier