Nachbericht Mahnwache 24.01.2026
Am 24.1.2026 hat die AGF zusammen mit dem Kurdischen Zentrum Trier und der Iranischen Community Trier um 15.00 Uhr eine Kundgebung am Hauptmarkt abgehalten.
Ziel der Veranstaltung war es, den Kurdischen und Iranischen Genoss*Innen in einer schwierigen Zeit beizustehen und einen Raum für Austausch, Vernetzung und Solidarität zu öffnen.
In den letzten Wochen nehmen wir als AGF den deutlichen Ruf aus diesen Communities wahr, die respektive unter Unterdrückung durch das Iranische und Syrische Regime stehen:
Das Mullah-Regime des Iran tötet und unterdrückt Ihre eigene Bevölkerung nun schon seit Wochen auf brutale Art und weise. Mehr als 30000 getötete Aktivist*Innen, Zahllose Verletzte und Verschwundene durch die Revolutionsgarde und eine nahezu totale Sperrung des Internets führten auch hierzulande zu großen Protesten in Solidarität.
In der letzten Woche führen seit einigen Tagen ehemalige Islamische Terrortruppen des IS in Verbindung mit dem aktuellen Syrischen Regime in Damaskus brutale Angriffe gegen die Selbstverwalteten Strukturen der vorwiegend Kurdisch bevölkerten Regionen in Nordost-Syrien, auch Rojava genannt. Gefangene IS-Terroristen wurden befreit und auf die Zivilbevölkerung gehetzt und die Bastion gegen den IS in 2014, Kobane, wird aktuell auf brutalste Art und weise belagert und angegriffen, mit Zahllosen Toten und Verletzten.
Diese brutalen Vorgehen werden dabei von der Deutschen Bundesregierung entweder aktiv (durch Stärkung des Terrorregimes in Syrien) oder passiv (durch Lieferungen von Überwachungstechnologie an das Iranische Regime) toleriert und angestachelt. Dies Verurteilen wir aufs schärfste. Insbesondere die daraufhin erneute Kriminalisierung der Kurdischen Selbstverteidigungskräfte ist ein Schlag ins Gesicht an alle progressiven Kräfte in Syrien und zeigen erneut das totale Moralische Versagen unserer aktuellen Regierung
Als AG Frieden standen wir und stehen wir daher in Solidarität mit den Kurdischen und Iranischen Communities in Trier. Die Veranstaltung wurde durch Redebeiträge der AGF durch Prof. Christel Baltes-Löhr, der Iranischen Community durch Hamed J. und des Kurdischen Zentrums durch Nazgul, sowie Musik aus den Communities begleitet. Im Anschluss gab es noch ein entspanntes Zusammentreffen im Friedens- und Umweltzentrum, in dem sich die Gruppen und die AGF nochmals vernetzt und verständigt haben.
Wir stehen als AG Frieden weiterhin an der Seite aller Unterdrückten Menschen, egal wo in der Welt, und freuen uns um Anfragen durch weitere Communities und Vereine, die Solidarität in einer Zeit brauchen, in der Krieg, Unterdrückung und Gewalt gegen Minderheiten in aller Welt zunehmen.
Mit solidarischen Grüßen
Der Vorstand der AG Frieden
Fabrizio, Muriel, Daniele und Sabine
Nachtrag:
Einige Reden von der Mahnwache sind/ werden auf unseren Instagram Account (@ag_frieden) gestellt.