30.06.2020 | AG Frieden

In eigener Sache

Liebe Freundinnen und Freunde der AGF,

unser Einsatz für eine friedliche, menschenwürdigere Gesellschaft geht weiter – Corona zum Trotz. Im Windschatten der Krise werden Rüstungsprojekte wie die Anschaffung atomwaffenfähiger Kampfflugzeuge und bewaffneter Drohnen eingeleitet. Das Sterben von Flüchtenden im Mittelmeer geht weiter wie auch das Leiden der Überlebenden in den Lagern an den Außengrenzen der Europäischen Union. Hunger und die Folgen der Pandemie töten täglich Kinder, Frauen und Männer in den Ländern des Südens. Hierzulande machen Geschichtsvergessene auf den Straßen für ihre kruden Ziele mobil. Warum also sollten wir mit unserer Friedensarbeit nachlassen?!

AGF in Gefahr

Doch die AGF, die in 41 Jahren so manche Krise überwunden hat, ist in Gefahr: Die Folgen von Corona treffen uns hart: Veranstaltungen wie die mit Arun Gandhi oder im Rahmen der “1. Trierer Wochen gegen Rassismus” können zurzeit nicht stattfinden. Arbeitskreise treffen sich nicht. Der Weltladen musste wochenlang schließen. Während die Kosten für unsere hauptamtlichen Mitarbeiter:innen (Friedensreferent Markus Pflüger, Organisationsreferentin  Mechthild Schüler und FÖJ’lerin Leonie …) und die Miete des Friedens- und Umweltzentrums bleiben, brechen Einnahmen weg. So etwa die Zuschüsse für Projekte und Veranstaltungen. Der Umsatz des Weltladens als wichtiger finanzieller Stütze des Vereins lag im April 2020 um 71% niedriger als im Vorjahr. All das verschärft unser strukturelles Finanzdefizit von jährlich ca. 2.000 €, das wir schon seit einiger Zeit mit uns herumtragen. Nach Aussage unserer Organisationsreferentin Mechthild Schüler “leben wir von der Substanz”, sprich;: von den Rücklagen. Aber auch die gehen in weniger als einem Jahr zur Neige, wenn der Trend sich so fortsetzt.

Wir brauchen Ihre Solidarität!

In dieser Lage heißt es für die AGF: Geld sparen und Geld beschaffen. Mechthild Schüler hat einen Zuschuss für die Ausfälle der Laden-Einnahmen durch die Corona-Krise akquiriert, der unsere Kosten für sechs Wochen deckt. Wir diskutieren, ob wir Kurzarbeitergeld für unsere(n) Mitarbeiter beantragen. Unsere Dachverbände im Bereich der Weiterbildung und Friedensarbeit verhandeln mit dem Bund und dem Land, damit nicht nur die Kulturarbeit, sondern auch die Friedensarbeit weiter bezuschusst werden. Doch es geht um mehr als um kurzfristige Überbrückungsmaßnahmen. Friedensthemen brauchen gerade jetzt eine Lobby und – Ihren Einsatz! Wir brauchen gute Ideen für die Finanzbeschaffung, kluge Köpfe für die  für die Vereinsführung und nicht zuletzt Geld!


Bitte prüfen Sie ernsthaft und wohlwollend Ihre Möglichkeiten, damit wir gemeinsam diese Krise überstehen – und das vielleicht sogar gestärkt!

Für den Vorstand

Thomas Zuche