Mediathek NS-Zeit

Den Kern unseres Bildungsangebotes bilden die themenspezifischen Medienkisten. Diese enthalten Literatur, sowie Bild- und Tonmaterial zum entsprechenden Themenschwerpunkt. Einige dieser Inhalten sind auch online abrufbar und werden auf dieser Seite bereitgestellt. Dieses Angebot richtet sich vor allem an Schulen, sowie den Einsatz in der Jugend- und Erwachsenenbildung. Für die Ausleihe wenden Sie sich bitte an das Büro der AGF.

Zudem finden Sie hier weiterführende Inhalte zu den jeweiligen Themen. Über die Schwerpunkte der Medienkisten hinaus, gibt es weitere spannende Inhalte zu Themenbereichen rund um die Erinnerungskultur in der Region. Zudem exisistiert eine Allgemeine Ausleihe von Literatur und Bildmaterial rund um das Thema NS-Zeit.

Übersicht

Medienkisten:

  1. Trier in der NS-Zeit
  2. Jüdische Emigrantinnen erzählen
  3. SS-Sonderlager / KZ Hinzert
  4. Widerstand in Trier
  5. Stolpersteine erzählen
  6. Text- und Quellensammlung: Wichtige Persönlichkeiten der NS-Zeit
  7. Verschiedenes
  8. Sinti in Trier während der Nazi-Zeit (Nur online verfügbar)
  9. Zwangsarbeiter in Trier (Nur online verfügbar)
  10. Arisierungen in Trier (Nur online verfügbar)
  11. Nazi-Täter (Nur online verfügbar)
  12. Zwangssterilisation (Nur online verfügbar)

1. Trier in der NS-Zeit

Wie sah das Leben der Menschen während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft in Trier aus? Die Medien unseres Pakets geben darauf aus unterschiedlicher Perspektive Antwort.

Inhalt der Medienkiste:

  • Video: Reichsprogromnacht Trier: Drei Zeitzeugen berichten über den 10. November 1938 in Trier. Auch online verfügbar! (Youtube; ca. 8 min)
  • Video: Zeitzeugengespräch mit Anna Maria Körholz.
  • Video: Virtueller Rundgang Trier in der NS-Zeit
  • Buch: Juden in Trier, Katalog einer Ausstellung von Stadtarchiv und Stadtbibliothek Trier
  • Buch: Zuche, Thomas (Hrsg.), 2005: Stattführer. Trier im Nationalsozialismus
  • Buch: Zuche, Thomas, 2010: Ein aufrechter Prediger – Klaus Lohmann (1910 – 2002). Sonderdruck neues Trierisches Jahrbuch 2010.

Weiterführend:

2. Jüdische Emigrantinnen erzählen

Als kleine Mädchen oder junge Frauen müssen Sie aus Deutschland fliehen. Sie verlieren ihre Familie und ihre Heimat. In Palästina sind sie die „Jeckes“, deutsche Juden, denen man misstraut, denn ihre Sprache ist die der Mörder.

Jetzt im Alter kommen die Erinnerungen zurück: In sehr persönlichen Geschichten erzählen Käthe Frank und Miriam Neumeier, ehemalige Triererinnen, und 16 weitere Jüdinnen von ihrer Flucht vor den Nazis und dem schwierigen Neubeginn in Palästina.

Lebensbilder von ergreifender Dichte: jüdische Frauenschiksale am Horizont des Holocaust, die aufbewahrt, erinnert und nacherzählt werden sollen.

Inhalt der Medienkiste:

  • Buch: Andrea von Treuenfeld, 2011: In Deutschland eine Jüdin, eine Jeckete in Israel. Geflohene Frauen erzählen ihr Leben. Leseprobe
  • Facharbeit: Anja, Geishecker: Das eines Juden aus dem Regierungsbezirk Trier, der in der Zeit des Nationalsozialismus nach Polen deportiert wurde.

Weiterführend:

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3. SS-Sonderlager/KZ Hinzert

Das SS-Sonderlager / KZ Hinzert war im nationalsozialistischen Deutschland eines der kleinen Lager, in dem mehr als 13.000 Männer aus 20 Ländern inhaftiert waren. Hunderte Häftlinge wurden ermordert oder starben an Entkräftung. Besonders für Luxemburg hat dieses KZ eine große Bedeutung, weil über 1.200 Luxemburger hier inhaftiert waren. Auch wurden die Streikopfer von 1942 hier erschossen.

Inhalt der Medienkiste:

  • Video: Das KZ Hinzert. Der ehemalige Häftling Josef Theisen erzählt.

Weiter zu Teil 2, 3, 4, 5

  • Buch: Albert Pütz, 1998: Das SS-Sonderlager / KZ Hinzert 1940 – 1945. Das Anklageverfahren gegen Paul Sporrenberg.
  • Buch: Joseph de La Martiniere, 2005: Meine Erinnerung als NN-Deportierter.

Weiterführend:

4. Widerstand in Trier

Wenn man vom Widerstand in Trier spricht, muss man zuerst den kommunistischen Widerstand nennen. 36 Mitglieder wurden 1936 zu zwei bis fünfzehn Jahren Gefägnis verurteilt. Es gab aber auch Pfarrer Klaus Lohmann von der Bekennenden Kiurche und die katholischen Jugendverbände, sie sich nicht anpassten.

Inhalt der Medienkiste:

  • Video: Hans Eiden – Ein Trierer Widerstandskämpfer.

  • Buch: Edgar Christoffel, 1983: Der Weg durch die Nacht. Verfolgung und Widerstand im Trierer Land während der Zeit des Nationalsozialismus.

Weiterführend:

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5. Stolpersteine erzählen

Über 75.000 Stolpersteine in Deutschland und einigen europäischen Ländern erinnerin an die Opfer der NS-Zeit, indem vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Bürgersteig eingelassen sind. „Ein Mensch ist erst vergessen, wen sein name vergessen ist“, sagt der Künstler Gunter Demnig, auf den diese Gedenkform zurückgeht. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten.

Inhalt der Medienkiste:

  • Video: Stolpersteine. Ein Film von Dörte Franke.
  • Video: Stolpersteine. Film von Andreas Habig.
  • Video: Buchvorstellung „Stolpersteine erzählen“. Ansprache von Dr. Heinz Kahn + Diskussionsrunde moderiert von Dieter Lintz.
  • Video: In Erinnerung: Familie Hermann.

  • Präsentation: „Ganz normale Nachbarn“ – Zusammengestellt von Angelika Wilke vom Stadtarchiv Trier
  • Buch: Stolpersteine erzählen.
  • Buch: Stolpersteine. Gunter Demnig und sein Projekt

Weiterführend:

Januar 2016: 2. Auflage „Stolpersteine erzählen“

April 2015: Stolpersteine für Kallmanns

Die letzte Verlegung von Gedenksteinen in Trier durch die AGF fand am 22.4.2015 in der Neustr. 92 statt. Ein Bericht der bewegenden Verlegungsfeier stand im AGF-Rundbrief 3-2015, hier Links zu Presseartikeln:

Stolperstein-App nicht nur für Trier

Diese Applikation von Studierenden der Hochschule Trier ermöglicht Informationen und Führungen für Smartphones zu Naziopfern direkt am Gedenkstein.

Pressemitteilung der AG Frieden vom 6.12.2013

Inzwischen auch für Android nutzbar!

Stolpersteine zum Hören in SWR2: „Ein Stein, ein Mensch, eine Stimme“

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, zitiert der Erfinder der „Stolpersteine“ Gunter Demnig den Talmud. Diesen Gedanken greifen die Stolpersteine zum Hören auf. Sie erzählen die Geschichten, die sich hinter den Lebensdaten auf den Steinen verbergen: Im Radio und im Internet. Eine interaktive Karte (auch mit Trier) sowie weiterfühnende Links ergänzen das neue Angebot: mehr

Broschüre ‚Stolpersteine erzählen‘ 1. Auflage

Die Broschüre „Stolpersteine erzählen I“ ist „ein Wegbegleiter zu den Mahnmalen für Nazi-Opfer auf den Bürgersteigen der Stadt Trier“. Sie wurde vom Arbeitskreis 2008 herausgegeben. Sie ist in der Druckversion vergriffen.

‚Stolpersteine erzählen‘ 2. Auflage

Im Januar 2016 wurde die Neuauflage der Broschüre vorgestellt. Sie umfasst 164 Seiten und stellt alle bis zur Veröffentlichung verlegten Stolpersteine vor. Hauptteil sind Biographien der NS-Opfer, für die bisher Gedenksteine verlegt wurden sowie die Vorstellung von Opfergruppen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Radiobeitrag zur Stolpersteinverlegung

April 2011 RPR 1 Trier -Mit einem Beitrag von Gunter Demnig:

Links:

Artikel:

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6. Text- und Quellensammlung: Wichtige Persönlichkeiten in der NS-Zeit

  • Text: Willi Torgau – ein Trierer Kommunist im Widerstand
  • Text: „Kameraden! Die Faschisten sind geflohen.“ Der Trierer Hans Eiden verkündete den KZ-Häftlingen in Buchenwald die Befreiung.
  • Text: Josef Theisen: ein Häftling aus dem Konzentrationslager Hinzert erzählt.
  • Text: Klaus Lohmann – die Geschichte eines mutigen Pfarrers in Trier
  • Text: Der „Schlächter von Lyon“, Gestapo Mann Klaus Barbie aus Trier

7. Verschiedenes

  • Ein Klassensatz des Buches „Stolpersteine erzählen“
  • Broschüre: „Gegen das Vergessen – Orte des NS-Terrors und Widerstandes im Landkreis Saarlouis“
  • Broschüre: „Gegen das Vergessen – Orte des NS-Terrors und Widerstandes im Landkreis Merzig-Wadern“
  • Broschüre: „Gegen das Vergessen – Orte des NS-Terrors und Widerstandes im Landkreis St. Wendel“
  • Magazin: Jüdisches Trier. Magazin & Ausstellung
  • Broschüre: Einblicke in die Trierer Gestapo. Eine Sonderausgabe der Zeitschrift Grenzwertig.
  • Facharbeit: Petra, Gouverneur, 2009: Wider das Vergessen. Erinnerungskultur in der Region Trier am Beispiel des Stolpersteinprojekts. Staatsexamensarbeit Koblenz.
  • DVD-Fundus:
    • Anne Frank (Spielfilm, 2016)
    • Schindlers Liste (Spielfilm, 1993)
    • Wiedersehen mit Brundibar (Dokumentarfilm, 2014)
    • 7 Lichter – Die Geschichte der Juden im Grenzgebiet Deutschland – Luxemburg – Belgien (Dokumentarfilm, 2014)
    • Grasnarbe. DVD zur Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert (Dokumentarfilm, 2009)
    • Der Kaiser von Atlantis. Fernsehfassung der Premiere am 02. Dezember 2018 in der Halle 6 in Ludwigshafen (Kammeroper, 2018)
    • Der Kaiser von Atlantis oder die Todverweigerung (Kammeroper, 2019)

Weitere Themen:

8. Sinti in Trier während der Nazi-Zeit

9. Zwangsarbeiter in Trier

10. Arisierungen in Trier

  • Die AGF hat im November 2012 eine Broschüre mit dem Titel >“Arisierungen“ jüdischer Gewerbebetriebe in der Region Trier< herausgegeben. einige Exemplare des 32-seitigen A5-Hefts sind noch im Weltladen der AGF, Pfützenstr.1. in Trier für 2,- € erhältlich. Darin zwei Aufsätze: 1. von Jutta Albrecht zum „Staatlich legitimierten Raub“ (inkl. einer Liste jüdischer Gewerbebetriebe in Trier) und 2. von Heinz Ganz-Ohlig zur ROMIKA ‚Eine „jüdische“ Schufabrik‘ (Broschüre zum herunterladen (7.2 MB)). Zur ROMIKA erschien Ende 2012 auch ein 230-seitiges Buch im Paulinusverlag (ISBN 978-3-7902-1902-9): ‚“Eine jüdische Fabrik“ Die Schuhfabriken ROMIKA in Gusterath-Tal sowie Rollmann & Mayer in Köln‘. Ein Klassensatz der Broschüre, sowie ein Exemplar des Buchs von Heinz Ganz-Ohlig können ebenfalls ausgeliehen werden.
  • Textlink: Die Geschichte der Firma Romika (Teil 1) (Teil 2)

11. Nazi-Täter

  • TV Artikel über Klaus Barbie Die Strafe folgt nach 42 Jahren
  • Artikel von Peter Hammerschmidt über die Verbindungen von Klaus Barbie zum BND in der Nachkriegszeit
  • Textlink: Gauleiter Gustav Simon Text 1 und Text 2
  • Artikel: Ausstellung „Bestimmung Herrenmensch“ auf der ehemaligen „Ordensburg Vogelsang“/Eifel
  • „Reichsjugendführer“ Baldur von Schirach, begraben in Kröv an der Mosel (TV Jan 2014)

12. Zwangssterilisation

  • PODCAST Mahnmal Zwangssterilisation Dieser Podcast ist das Ergebnis einer Projektarbeit von: Christian Drews, Nick Körner und Mia Ullrich. (Berufskolleg Fremdsprachen/Max-Hachenburg-Schule, Mannheim).
  • DOKUMENTARFILM “Komm mit mir, sei ganz ruhig, wir gehen mal dahin…” – Die Zwangssterilisation des Hans Lieser
    Version mit Gebärdendolmetscher! Dokumentarfilm von Harald Günzel und Bettina Leuchtenberg, 2007 (filmschnittstelle):

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