„Sachor“ heißt auf Hebräisch „Erinnere dich!“, und ist ein zentraler Glaubensinhalt des Judentums. Erst recht nach der traumatischen Erfahrung der Shoah. Beim Rundgang „Gegen das Vergessen “ sucht die AGF Gedenkorte in der Trierer Innenstadt auf und vermittelt so einen Einblick in die Erinnerungskultur in der Moselstadt hinsichtlich der Zeit des Nationalsozialismus. Begleitet wird der Rundgang von Christian Pfeil, Sinto und Holocaustüberlebender aus Trier.
„Gedenken“ an die Verbrechen und die Verführungen des NS-Regimes ist aktueller denn je. Für die Veranstalter – den „Arbeitskreis Trier im Nationalsozialismus“ der Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. – bleibt es zentral, die massenhaften Verletzungen der Menschenwürde nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, die Opfer zu würdigen, die Täter zu benennen und vor allem unsere Gegenwart in den Blick zu nehmen. Nicht ohne Grund laufen nationalautoritäre und faschistische Kreise Sturm gegen eine „Erinnerungskultur“, die sie als „Schuldkult“ diffamieren. Die „StattFührer“ des Arbeitskreises werben mit diesem Rundgang für Demokratie und Menschenrechte.
Tag: Freitag, 8. Mai 2026
Beginn: 17 Uhr, Turm Jerusalem (Standesamt), Domfreihof 1b
Dauer: Ca. bis 18:30 Uhr
Veranstalter: Arbeitskreis „Trier im Nationalsozialismus“ der AG Frieden e.V.
StattFührer: Uwe Lautz, Toni Schneider, Thomas Zuche
Die Stadtführung ist kostenlos. Um eine Spende wird gebeten.