Link zur Gedenkstätte Buchenwald
Lofy wurde am 8. April 1922 in Trier-West geboren und engagierte sich in seiner Kindheit in der katholischen Jugendbewegung. Er verteilte Hirtenbriefe des Bischofs und geriet so früh in Konflikt mit der Geheimen Staatspolizei (Gestapo). Diese lud ihn 1935 zum ersten Mal zum Verhör vor. 1941 wurde Lofy an die Ostfront nach Russland einberufen. Dort verweigerte er 1942 als Christ den Befehl, einen alten Russen zu erschießen. 1944 wurde er verhaftet, als er in einem Gespräch mit Kameraden über die Ermordung der Juden und die Existenz von Konzentrationslagern sprach. Im Prozess vor dem Feldkriegsgericht forderte der Divisionskommandeur die Todesstrafe wegen „Zersetzung der Wehrkraft“. Lofy durchlief stattdessen mehrere Wehrmachtsgefängnisse in Russland und Deutschland, wo er erniedrigende Behandlung erfuhr. Im Januar 1945 wurde Lofy ins Strafbataillon 500 überstellt, das an den gefährlichsten Frontstellen zum Einsatz kam. Bei einem dieser Himmelfahrtskommandos zerfetzte eine russische Panzergranate seinen linken Arm.