Widerstand (break isolation)

Ort: 
Tufa kl. Saal Wechselstraße 4 Trier
Datum & Uhrzeit: 
17. Juni 2015 - 19:00

BREAK ISOLATION - Widerstand und Solidarität

Die Revolte der Refugees und wie wir uns solidarisieren können

2 Vorträge mit Diskussion bzw anschließendem Vernetzungstreffen

Mi 17.6  19h Widerstand

Vortrag mit Diskussion: Turgay Ulu, Refugee-Aktivist aus Berlion spricht über die bundesweiten Proteste von Refugees seit 2012

Mehr Infos s.u.

Mi 1.7. 19h Solidarität

Vortrag mit  Vernetzungstreffen: Aktivist*innen aus Osnabrück berichten über Blockaden als erfolgreiche Form der Solidarität gegen menschenunwürdige Abschiebungen. Im Anschluss diskutieren wir über Möglichkeiten solcher und ähnlicher Aktionen in Trier.

Infos: www.nolager-os.de

jeweils um 19:00 Uhr im kleinen Saal der Tuchfabrik Wechselstraße 4 Trier

Eintritt frei

WIDERSTAND: Veranstaltet durch das Multikulturelle Zentrum Trier in Kooperation mit der AG Frieden und Für ein buntes Trier gemeinsam gegen Rechts, gefördert durch Rosa Luxemburg Stiftung Regionalbüro RLP und Lotto Stiftung RLPDer Flüchtlingsstreik wird von den in den Flüchtlingslagern lebenden Flüchtlingen selbst organisiert. Unser Widerstand begann 2012 in einem Würzburger Flüchtlingscamp, nachdem sich ein Flüchtling dort umgebracht hatte, da er die permanenten Isolationsbedingungen nicht mehr aushielt. Um unseren Widerstand auszubreiten und uns mit weiteren Gruppen zu vereinen, marschierten wir von Würzburg nach Berlin.
Durch unsere Besuche in den Flüchtlingslagern auf dem Weg konnten wir neue  Flüchtlinge für unseren Widerstand begeistern. In der Hauptstadt Berlin besetzten wir den Oranienplatz und schlugen unsere Zelte dort auf. Die Zelte waren für uns alle ein Symbol gegen die Flüchtlingslager. Wir selbst haben die Isolation der Lagerunterbringung durchbrochen und begannen in den Zelten zu leben. Die Besetzung der ehemaligen Gerhard­Hauptmann­Schule in der Ohlauer Straße wurde zu einem weiteren Kampfplatz.
Nach drei Jahren auf der Straße haben wir uns keineswegs zurückgezogen. Im Gegenteil: Unser Widerstand hat sich von der lokalen Ebene auf eine bundesdeutsche Ebene ausgebreitet. Wir zogen weiter, um den Widerstand durch ganz Europa zu tragen. Durch unsere Besetzungen, Flüchtlingsmärsche, Bustouren und andere Aktionen konnte ein politisches Klima für unsere Belange in Deutschland geschaffen werden. 2014 marschierten wir von Straßburg bis nach Brüssel, um den Widerstand auf ein internationales Level zu heben. Für unseren Widerstand benutzen wir jede Art von Aktionsform, zum Beispiel Baumbesetzungen oder Dachbesetzungen, um uns gegen Angriffe der Polizei zu wehren. Bisher haben wir zumindest kleine Erfolge vorzuweisen.
Gemeinsam haben wir begonnen, die Probleme aller Flüchtlinge in Europa näher zu untersuchen. Der Idee unserer Organisation nach hat ein jeder Rederecht auf den Versammlungen. Dies ist Grundlage unserer Arbeit. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen und gemeinsam umgesetzt. Wir Flüchtlinge verschiedener Kulturen, Religionen und Weltanschauungen haben durch unsere gemeinsame Zeit auf der Straße gemeinsame Erfahrungen gesammelt. In meinem Vortrag möchte ich euch einen Film zeigen und von unseren verschiedenen Widerstandsformen berichten. Zudem möchte ich mit euch diskutieren, dass unser Kampf der Kampf aller Menschen werden muss und was Solidarität mit Refugees bedeutet. (Turgay Ulu)
Weitere Infos gibt es hier: http://oplatz.net/