Weg mit dem Abschiebeknast

Ort: 
Ingelheim bei Mainz
Datum & Uhrzeit: 
3. September 2011 - 14:00

Demo und Festival am 3.9.2011 in Ingelheim (bei Mainz)

Und weil der Mensch ein Mensch ist - Weg mit dem Abschiebeknast!

http://wegmitdemknast.blogsport.de

14h geht am Bahnhof Ingelheim los. Mitfahrgelegenheiten organissiert das Multi Tel 0651/48497

Banner zur Ingelheomdemo 3.9.11

Der Aufruf:

                        Weg mit dem Abschiebeknast!

       Demo und Festival am Samstag, 3.9.2011 in Ingelheim (bei Mainz)

                              Beginn: 14 Uhr, Ingelheim, Bahnhof

Wir, das Aktionsbündnis „Abschiebehaft abschaffen!“ rufen auf zu einer Demonstration gegen das
Abschiebegefängnis in Ingelheim am Samstag, den 3. September 2011 und im Anschluss daran zu
einem antirassistischen Festival vor den Mauern des Knastes.
„INTEGRATION“ – IN BETON GEGOSSEN
Seit 2001 existiert der Ingelheimer Abschiebeknast, in dem Flüchtlinge eingesperrt werden, die
abgeschoben werden sollen, um zu verhindern, dass sie untertauchen und um sie psychisch zu
zermürben. Erfolgt eine Abschiebung nicht direkt - etwa, weil wichtige Papiere fehlen – werden die
Flüchtlinge in solchen Anstalten bis zu 18 Monaten inhaftiert.
Beim Ingelheimer Abschiebegefängnis handelt es sich um einen Hochsicherheitstrakt. Das heißt,
die Gefangenen werden wie Schwerkriminelle behandelt. Dadurch soll nach außen der Eindruck
vermittelt werden, diese Menschen seien gefährlich. Den Gefangenen gegenüber dient die
Abschiebehaft der Repression und Abschreckung. Die Inhaftierten sind in kleinen Zellen
untergebracht und haben am Tag nur eine Stunde lang die Möglichkeit, sich im Innenhof des
Gefängnisses aufzuhalten. Nachdem sie unter Einsatz ihres Lebens Europa erreicht haben, werden
sie hier nicht etwa unterstützt, sondern isoliert, ausgegrenzt und zurückgewiesen. Aufgrund der
drohenden Abschiebung gibt es praktisch monatlich bundesweit zahlreiche Suizidversuche und
Suizide in Abschiebegefängnissen!
Die Abschiebung ist das repressivste Instrument gegen Flüchtlinge und andere Migrant/innen. Sie
soll Menschen, die auf einer gefährlichen Flucht ihr Leben riskierten, um hier Schutz oder schlicht
ein besseres Leben zu finden, zeigen: „Ihr seid hier nicht erwünscht“.
ABSCHIEBEHAFT ABSCHAFFEN!
Die staatliche Bekämpfung hilfesuchender Menschen, die mit den Abschiebeknästen ihre stärkste
Ausprägung findet, muss ein Ende haben! Schluss mit dem Rassismus!
Wir fordern die ersatzlose Schließung des Abschiebegefängnisses. Die Inhaftierten sollen
freigelassen werden! Sie sollen ein Leben in Würde und Freiheit führen können und auf keinen Fall
in einer JVA oder einem anderen Gefängnis eingesperrt werden!
Mit der Schließung des Trierer „Ausreisezentrums“ (einer Abschiebeeinrichtung für Flüchtlinge,
deren Identität als ungeklärt gilt), ist ein erster wichtiger Schritt getan. Als nächstes muss der
Abschiebeknast fallen. Wir rufen euch daher alle dazu auf, unser Anliegen tatkräftig zu unterstützen
und euch am 3. September an unserer Demo gegen den Knast zu beteiligen.
Wir setzen uns ein für eine solidarische Gesellschaft, in der Platz ist für alle Menschen. Globale
Bewegungsfreiheit, ein selbstbestimmtes Leben, freie Teilhabe an allen Lebensbereichen und
gleiche Rechte für alle sind unsere Perspektive!
Antirassistisches Festival vor den Mauern des Abschiebeknastes
Im Anschluss an die Demo findet ein Festival mit dem Musiker und Aktivisten Heinz Ratz und
zahlreichen anderen Künstlerinnen und Künstlern in Ingelheim statt. Auch dazu möchten wir euch
herzlich einladen. Heinz Ratz hat sich auf seiner Tour der 1000 Brücken immer wieder für die
Rechte von Flüchtlingen eingesetzt und vor Knästen und Flüchtlingslagern gegen ihre Ausgrenzung
gespielt.
Lasst uns auch der neuen Landesregierung zeigen, dass wir die Menschen im Knast nicht allein
lassen und uns für ihre Freiheit einsetzen! Lasst uns unsere Solidarität mit ihnen zeigen!