Vortrag: "Dr. Nikolaus Simmer: Kreisleiter, Landrat und Organisator der NS-Weinpropaganda"

Ort: 
FUZ Seminarraum 2.OG Pfüteznstr.1 TR
Datum & Uhrzeit: 
12. September 2017 - 20:06

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde

leider müssen wir den Vortrag am 12.9. absagen.

Stattdessen können wir auf eine interessante Reihe der Uni Trier zum Projekt "Gestapo Trier" im Stadtmusum Dienstags 19h hinweisen:  https://www.uni-trier.de/index.php?id=61465#c206421

Mit freundlichen Grüßen

Markus Pflüger

 

 

Der Arbeitskreis Trier im Nationalsozialismus lädt zum Vortrag ein:

"Dr. Nikolaus Simmer: Kreisleiter, Landrat und Organisator der NS-Weinpropaganda"

Referent: Christof Krieger, Leiter des Mittelmosel-Museums in Traben-Trarbach

Nikolaus Simmer (Bildvergrößerung öffnet in neuem Fenster, 66KB)

Im Rahmen der Vortragsreihe „NS-Täter aus Trier“ widmet sich der Beitrag von Christof Krieger mit Dr. Nikolaus Simmer einer der wohl schillerndsten Persönlichkeiten der regionalen NS-Geschichte:

(Foto: Oberbürgermeister Dr. Nikolaus Simmer, Porträtfoto. (Stadtarchiv Koblenz) Quelle)

 

Geboren 1902 in Besch bei Perl an der Obermosel, kam Simmer bereits 1927 während seines Studiums der Rechts- und Wirtschafts-wissenschaften an der Universität Frankfurt mit dem späteren Gauleiter und berüchtigtem Vorkämpfer des Nationalsozialismus im südlichen Rheinland Gustav Simon in Kontakt, mit dem ihm bald eine persönliche Freundschaft verband. Entsprechend rasch war sein Aufstieg nach der Machtergreifung in Partei und Verwaltung: Zunächst Kreisleiter und Vorsitzender der NSDAP-Fraktion im Trierer Stadtrat, zog er im April 1933 in das Landratsamt des Kreises Trier-Land ein. Zwei Jahre später bekleidete er zudem kurzzeitig den Posten des Gauwirtschaftsberaters von Koblenz-Trier, währenddessen er sich insbesondere die Überwindung der noch immer anhaltenden Winzernot auf die Fahnen geschrieben hatte. Als rechte Hand Simons wurde Simmer 1935 so zum Organisator der bis dahin größten Weinabsatzkampagne der Moselregion, wobei er im unmittelbaren Wettstreit mit dessen pfälzischen Rivalen Joseph Bürckel (der dabei auf die Idee der „Deutschen Weinstraße“ verfiel) eine reichsweite Sonderaktion zum bevorzugten Konsum des heimischen Rebensaftes startete. Die von Dr. Simmer dabei maßgebend initiierte Idee der „Weinpatenschaften“ avancierte schließlich zum Kernstück der NS-Weinpropaganda...

Der Referent Christof Krieger, Leiter des Mittelmosel-Museums in Traben-Trarbach, erforschte in seiner Doktorarbeit an der Universität Trier die nationalsozialistische Weinpropaganda an Mosel, Saar und Ruwer. Ergänzend hierzu beschäftigt er sich insbesondere auch mit dem Aufstieg der NSDAP in der Moselregion.

Interessierte sind herzlich eingeladen!