Vortrag: 20 Jahre Aufstand der Würde in Chiapas/Mexiko

Ort: 
FUZ Pfützenstr.1 Trier
Datum & Uhrzeit: 
21. Mai 2014 - 20:00

 20 Jahre Aufstand der Würde in Chiapas/Mexiko 1994 – 2014

Ya Basta - es reicht!“ hieß es 1994, eine andere Welt ist möglich! Die Zapatistas haben sich am 1. Januar 1994 gegen Ausbeutung, Gewalt, Unterdrückung, Patriarchat und Rassismus erhoben. Sie haben die Großgrundbesitzer, für die sie unterZapatistinnen Bild unwürdigen Bedingungen arbeiten mussten, vertrieben und sich das Land, welches sie bzw. ihre Vorfahren seit Jahrhunderten bewirtschaftet haben, zurück genommen.  Auf diesen Ländereien bauen sie seitdem selbstverwaltete Strukturen auf.

Fiesta Zapatista (c) Carolina Fuentes

  • Was hat die zapatistische Bewegung in Mexiko und weltweit seit ihrem Aufstand 1994 erreicht?
  • Wie ist der Stand im Kampf gegen Neoliberalismus und um Autonomie angesichts von staatlichen Repressionen und dem Krieg niederer Intensität u.a. mit paramilitärischen Einheiten gegen Zapatistas?
  • Welche Bedeutung haben die Kämpfer der zapatistischen Frauen inner- und außerhalb der Bewegung?
  • Wie ist der Stand der Selbstorganisation und der Aufbau eigener Strukturen?

Dies geschieht in den Bereichen Gesund­heit, Bildung, Verwaltung, Recht und Ökonomie, dazu gehören beispielsweise Kaffeekooperativen, Gesundheitsstationen und Schulen. Welche Wirkung erzielen Kampagnen in Mexiko und weltweit wie beispielsweise "Die Andere Kampagne" 2005  oder zuletzt die „Escuelita Zapatista“ 2013. In der 'Kleinen Zapatistischen Schule' erzählten die Zapatistas was für sie Freiheit bedeutet und feierten 10 Jahre Autonomie. Welche Einflüsse hat(te) die zapatistische Revolute auf die globale Linke? Welche Rolle spielt Menschenrechts­beobachtung in Chiapas (und Guatemala) von Carea e.V.? Ehrenamtliche Menschenrechts­beobachter, auch aus Trier, die von Carea vorbereitet wurden, berichteten die letzten Jahre immer wieder von ihrer Arbeit in zapatistischen Gemeinden.

  • Welche Möglichkeiten des Engagements sind aktuell angesichts von Repressionen möglich und nötig?

Fragen die der Vortrag beantworten will, der einen Bogen schlägt von den Anfängen des Aufstands 1994 in Chiapas über die vielfältigen Kämpfe gegen neoliberale Politik und für Würde weltweit bis zu aktuellen Entwicklungen in Mexiko und schließlich Möglichkeiten des Engagements hier.

  • Referent: Luz Kerkeling (Zwischenzeit e.V / Gruppe BASTA Münster)

  • Mi 21.Mai 2014 20h im Frieden-& Umweltzentrum / Weltladen Pfützenstr. 1 Trier

  • Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft Frieden in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung RLP

 

Weitere Termine:

Film: “Wenn das Land zur Ware wird“ am Mi 4. Juni  20h FUZ 

Vortrag: Solidarischer Kaffeehandel mit zapatistischen Kaffeekooperativen am Do 12. Juni 20h FUZ