Sommercamp Atomwaffenfrei!

Ort: 
Büchel
Datum & Uhrzeit: 
2. August 2014 - 10:00

Sommercamp und (Blockade-) Aktionen vom 2. bis 11. August 2014 in Büchel!

Atomwaffen abschaffen - Modernisierung verhindern!

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Kommt zum Aktionscamp am NATO-Bundeswehr-stützpunkt Büchel in der Südeifel, 13 km nordwestlich von Cochem an der Mosel

GAAA

Mit unseren Aktionen fordern wir von „unserer“ Regierung die Durchsetzung des bedingungslosen Abzugs der dortigen US-Atomwaffen und die Unterlassung der geplanten Atomwaffen-Modernisierung des Typs B61-12, die aus der alten frei fallenden Atombombe sogar eine ferngelenkte Angriffswaffe macht. Gemeinsam mit den FriedensreiterInnen, LEBENSLAUTE und der AG Büchel aus dem Jugendnetzwerk für politische Aktion (JunepA) werden unter verschiedenen Mottos gestaltete Aktionen stattfinden. Wir laden hiermit Gruppen und Einzelpersonen zur Teilnahme daran – und zur Vorbereitung weiterer Blockaden und Aktionen – auf unser Aktionscamp ein. Gemeinsam mit der jährlichen Fastenaktion des Initiativkreises gegen Atomwaffen planen wir das Camp und unterstützen uns in unseren politischen Anliegen und unterschiedlichen Aktionsformen. Zeit gleich sind wir während der Hiroshima/Nagasakitage (6. und 9. August) vernetzt mit den Fasten- und Blockadeaktionen in Paris/Frankreich und Großbritannien.

Transparente beim Ostermarsch

 

 

GAAA & Politischer Hintergrund

Die Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen (GAAA) ist Mitglieds-organisation in der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsgegnerInnen) und organisiert seit 1996 AktionenZivilen Ungehorsams in Büchel. Wir gehören wie rund 50 andere Organisationen und Gruppen zum „Trägerkreis Atomwaffen abschaffen“, der 2012 die Kampagne atomwaffenfrei.jetzt gestartet hat.

Während der vorherigen Kampagne, die von 2007 bis 2012 unter dem Titel „unsere zukunft atomwaffenfrei“ lief, wurde 2009 von der damaligen „schwarz-gelben“ Bundesregierung erstmals im Koalitionsvertrag erklärt, die Regierung werde sich dafür einsetzen, dass im Einvernehmen mit den NATO-Verbündeten die in Deutschland verbliebenen Atomwaffen abgezogen werden. Aber in der NATO gab es dazu keinen Konsens, sondern im Gegenteil einen Beschluss zur Modernisierung aller US-Atomwaffen in Europa. D.h. die ca. 20 US-Atombomben bleiben bis auf weiteres in Deutschland und zudem ist geplant, dass die schätzungsweise 180 US-Atomwaffen in Europa für etwa 10 Milliarden Dollar modernisiert werden. In den Jahren 2015 bis 2018 kommen auf uns SteuerzahlerInnen allein 250 Millionen Euro Kosten für die technische Aufrüstung des Trägerflugzeuges „Tornado“ zu, damit dieses – von Bundeswehr-Piloten gesteuert - die neue Bombe ins Ziel tragen kann, was sich „nukleare Teilhabe in der NATO“ nennt.

Im großen Bündis haben wir gemeinsam mit LEBENSLAUTE letztes Jahr mit der 24-stündigen Musik-Vollblockade Druck auf Wahl und damit die neue Bundesregierung ausüben wollen, damit sie sich klar gegen die Umsetzung der Atomwaffen-Modernisierung und für den Abzug positioniert.

Leider entschied die große Koalition „Schwarz-Rot“ in unverantwortlicher Weise, sich hinter den USA und der NATO zu verstecken und keine Eigeninitiative für die Abrüstung zu ergreifen. Sie macht jetzt die Entscheidung über einen Abzug von erfolgreichen Abrüstungsverhandlungen zwischen den USA und Russland abhängig, wodurch sich die Gefahr eines Atomkrieges mit Russland noch weiter erhöht. Die Pläne der USA zur Modernisierung dieser Atombomben machten erfolgreiche Abrüstungsverhandlungen mit Russland auch schon vor der sog. Krim-Krise unwahrscheinlich. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung sind sie umso gefährlicher.

Unser aktuelles Ziel ist es, anlässlich der nächsten Atomwaffen- Sperrvertrags-konferenz (NPT) der UN im Mai 2015 in New York noch mal Druck auf un sere Regierung für den Abzug zu machen! Wir wollen in der jetzigen Kampagnen-Lobbyarbeits-phase „Last Exit New York“ den Druck durch Zivilen Ungehorsam zusätzlich erhöhen und damit dem Willen der Bevölkerung Ausdruck verleihen, die diesen - auch im juristischen Sinne - illegalen Zustand mehrheitlich ablehnt. Die sogenannte nukleare Teilhabe verstößt u. a. auch gegen den Atomwaffensperrvertrag, dem die Bundesrepublik als Nichtkernwaffenstaat 1968 beigetreten ist. Darin hat sie sich verpflichtet, Atomwaffen oder die Verfügungsgewalt darüber von niemandem unmittelbar oder mittelbar anzunehmen.

 

Aktions-Übereinkunft

Wir rufen dazu auf, dass alle TeilnehmerInnen an diesen Aktionen des gewaltfreien Widerstands keine körperliche Gewalt gegen Personen anwenden oder androhen. Niemand soll beschimpft oder verhöhnt werden. Wir wollen unser Gegenüber (PolizistInnen, SoldatInnen, GegnerInnen unserer

Aktionen) respektieren, auch wenn wir deutliche Kritik an ihrer gesellschaftlichen Rolle und/oder ihrem konkreten Verhalten haben. Wir bitten darum, vor den Aktionen an Trainings in gewaltfreiem Widerstand teilzunehmen, und wir raten dringend davon ab, vor oder während der Aktionen Alkohol oder andere Drogen zu sich nehmen..

 

Rechtliches zu Blockaden

Unter den vielen Möglichkeiten Zivilen Ungehorsam zu leisten, ist eine Blockade der Zufahrtstore des Atomwaffenstützpunktes als sogenannte Ordnungswidrigkeit eine eher niederschwellige Aktion, bei der ein geringes Bußgeld verhängt werden könnte. Erfahrungsgemäß, wie auch bei der letzten 24-stündigen Musik-Vollblockade im Sommer 2013, findet voraussichtlich keine strafrechtliche Verfolgung statt, zumal große Organisationen des   Anti-Atomwaffen-Trägerkreises hinter uns stehen, mit denen wir in der Kampagne atomwaffenfrei. jetzt vernetzt sind (siehe: www.atomwaffenfrei. de). Auch Nichtblockierende sind auf dem Camp und bei den Aktionen zur Unterstützung sehr wichtig – ihre Anwesenheit bietet Schutz und schafft eine größere Akzeptanz. Da wir uns auch nach der Aktion solidarisch füreinander einsetzen, begleiten wir eventuelle Verfahren im Nachhinein. Hierfür haben wir einen Rechtshilfefonds.

Camp-Infrastruktur

Unsere Küche besteht aus bio-regionalem-vegan/ vegetarischem Essen und wir versorgen uns mög- lichst mit Solar- und Windstrom sowie Kompostklos.

Eine rollstuhlgerechte Toilette wird auf dem Camp am Haupttor vorhanden sein.

Wir suchen Mithilfe bei der Mobilisierung, bei der Orga im Camp, für Infotische z.B. zu frauen-, um- welt- und friedenspolitischen Themen (keine  Parteientische). Ein geringer Campbeitrag für Ver- pflegung und Infrastruktur wird vor Ort erhoben, soll aber niemanden von der Teilnahme abhalten.

Für die Realisierung der Proteste sind wir dringend

auf finanzielle Unterstüztung angewiesen:  

Spenden bitte an: GAAA, Konto-Nr. 8019151200 bei der GLS Gemeinschaftsbank, BLZ 43060967, Stichwort: Büchelaktionen 2014 (Wem eine Spendenbescheinigung wichtig ist, nimmt bitte vorher Kontakt auf.)

 

Mach mit!

Noch mehr Infos auf: www.buechel-atomwaffenfrei.de  

Emailkontakt: info@buechel-atomwaffenfrei.de