Rundgänge gegen das Vergessen: "Luxemburg unter dem Hakenkreuz"

Ort: 
Museumscafé des Karl-Marx-Hauses
Datum & Uhrzeit: 
10. Mai 2010 - 17:00

Zum 70. Jahrestag des Überfalls auf Luxemburg bietet die AG Frieden
einen Rundgang durch Trier an, mit besonderem Bezug zum Einmarsch in
Luxemburg und der folgenden Schreckensherrschaft. Der Rundgang führt
durch die Trierer Innenstadt und dauert ungefähr 2 Stunden. Treffpunkt
und erste Station wird das Museumscafé im Karl-Marx-Haus am Montag 10.
Mai um 17:00 Uhr sein. Weitere Stationen sind die ehemalige Trierer
Parteizentrale der NSDAP am Jakobspitälchen, das Justizgebäude, der
Porta-Nigra-Platz, das ehemalige Gefängnis in der Windstraße, sowie der
Balduinsplatz als Sitz der Gestapo. Der Rundgang endet am Bahnhof.

Am 10. Mai 1940 fielen deutsche Truppen in Luxemburg ein und versuchten
das Nachbarland unter dem Spruch "Heim ins Reich" zu annektieren. Spuren
der nationalsozialistischen Herrschaft über Luxemburg finden sich auch
in Trier, so stammten einige der Hauptakteure aus der deutschen
Zivilverwaltung und der Justiz in Luxemburg aus den Reihen Trierer
Nazifunktionäre. Auch die Deportationszüge aus Luxemburg fuhren über
Trier in die Konzentrationslager.

 Seit 1985 bietet die Arbeitsgemeinschaft Frieden die Rundgänge gegen das Vergessen an. Sie sollen der Erinnerung an das unfassbare Geschehen während der Zeit des Nationalsozialismus dienen und damit auch gegenüber
heutigem Rechts­extremismus immunisieren. Regelmäßig lädt die AGF zu
Rundgängen am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus
ein. Aus gegebenem Anlass verschiebt sich dieses Jahr der Rundgang vom
8. auf den 10. Mai.

 Weitere Informationen zu den Rundgängen "Trier im Nationalsozialismus"
und "Stolpersteine erzählen" stehen unter www.stattfuehrer.de

 

Nach dem Rundgang werden die Materialen dazu online gestellt.