Aus Anlass der Heilig-Rock-Wallfahrt bietet der Arbeitskreis „Trier in der NS-Zeit“ der Arbeitsgemeinschaft Frieden den Rundgang „Trierer Kirchen im Nationalsozialismus“ an. Geschichtlich beginnt er bei einer antisemitischen Schlägerei bei der Heilig-Rock- Wallfahrt 1891, als deren geistigen Brandstifter man Georg Friedrich Dasbach – den noch heute geehrten Gründer des Paulinus - bezeichnen kann. Weitere Themen sind das Verhalten von Bischof Bornewasser zu Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft, z.B. bei der Heilig Rock Wallfahrt 1933 oder der Saarabstimmung 1935, der Widerstand der katholischen Jugendverbände gegen ihre Gleich- bzw. Ausschaltung und die Gegenüberstellung von zwei interessanten katholischen Persönlichkeiten dieser Zeit: des Trierer Prälaten Ludwig Kaas und von Edith Stein. Die Stolpersteine für die beiden im KZ ermordeten Priester Joseph Zilliken und Johannes Schulz sind ebenso Bestandteil des Rundgangs. Schließlich wird auf die mutige Predigt von Pfarrer Klaus Lohmann (Bekennende Gemeinde) nach der Reichspogromnacht eingegangen und es werden die mörderischen Folgen des rassistischen Antisemitismus der Nazis am Beispiel der getauften Jüdin Schwester Mirjam Michaelis aus dem Josefsstift in Trier aufgezeigt.
dabei besuchen wir Stätten der Verfolgung und des Widerstandes in der Stadt Trier. Ziel des Rundgangs ist es, die Geschichte dieser Zeit näher zu bringen, indem Menschen, Orte, Straßen und Plätze in Trier, die damals eine Rolle spielten, vorgestellt werden. Alle Stationen sowie weitere Informatioen hier: www.stattFuehrer.de
dabei besuchen wir die Stolpersteine (kleine Gedenksteine) vor Häusern von Opfern des Nationalsozialismus und halten die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Indem wir ihre Lebensgeschichte erzählen, geben wir ihnen ein Gesicht: jüdischen Opfern ebenso wie Sinti, sozial Ausgergenzten, Homosexuellen, poltischen Gegnern, Euthanasieopfern oder katholischen Geistlichen.
Hinweis für Schulklassen: Die Biographien der Opfer können dabei von uns oder von Schülern vorgestellt werden. In diesem Fall würden wir diese Kurzreferate durch weitere Hintergrundinformationen ergänzen. Für die Vorbereitung kann ein Klassensatz Stolpersteinbroschüren bei der AGF ausgeliehen werden. Auch Filme und Zeitzeugenberichte sind in eienr Medienkiste erhältlich!
Die Rundgänge werden zu den Gedenktagen (8.5 und 9.11. bzw 27.1.) kostenlos angeboten und auf Anfrage für Gruppen und Schulklassen durchgeführt (1,5h bis 2h für 70,- €). Sie können z.B. für Projekttage mit anderen Bildungsangeboten der AGF ergänzt werden. Gerne vermitteltn wir auch den Besuch der jüdischen Synagoge, um damit ein Kennenlernen der jüdischen Kultusgemeinde in Trier zu ermöglichen. Denn zum Glück leben heute wieder über 400 jüdische Mitbürger in Trier und Umgebung.
Ferner bieten wir auf Anfrage folgende Rundgänge zur regionalen Nazi-Geschichte an:
Rundgang gegen das Vergessen: "Luxemburg unter dem Hakenkreuz"
Hier können Sie sich eine stark gekürzte Zusammenfassung beider Rundgänge - angereichert mit Zeitzeugenaussagen - anschauen.
Weitere Informationen siehe http://www.stattFuehrer.de
Ansprechpartner:
Markus Pflüger im AGF-Büro
Telefon: 0651 / 9941017
E-Mail: buero (ät) agf-trier.de
