Rundgänge

Die AGF bietet für Gruppen, Schulklassen und Erwachsenengruppen Rundgänge zum Nationalsozialismus - gegen das Vergessen in Trier an.

Welcher Rundgang passt für Sie? Wann soll der Rundgang durchgeführt werden? Wie ist das Vorwissen, das Alter der Teilnehmer_innen? Melden Sie sich bei uns - Je früher sie anfragen, desto eher können wir ihren Wunsch-Termin zusagen: buero(ät)agf-trier.de T. 0651 9941017


dabei besuchen wir Stätten der Verfolgung und des Widerstandes in der Stadt Trier. Ziel des Rundgangs ist es, die Geschichte dieser Zeit näher zu bringen, indem Menschen, Orte, Straßen und Plätze in Trier, die damals eine Rolle spielten, vorgestellt werden. Alle Stationen sowie weitere Informatioen hier: www.stattFuehrer.de

dabei besuchen wir die Stolpersteine (kleine Gedenksteine) vor Häusern von Opfern des Nationalsozialismus und halten die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Indem wir ihre Lebensgeschichte erzählen, geben wir ihnen ein Gesicht: jüdischen Opfern ebenso wie Sinti, sozial Ausgegrenzten, Homosexuellen, politischen Gegnern, Euthanasieopfern oder katholischen Geistlichen.

Hinweis für Schulklassen: Die Biographien der Opfer können dabei von uns oder von Schülern vorgestellt werden. In diesem Fall würden wir diese Kurzreferate durch weitere Hintergrund-Informationen ergänzen. Für die Vorbereitung können Stolpersteinbroschüren können bei der AGF ausgeliehen werden.Auch Filme und Zeitzeugenberichte sind in einer Medienkiste erhältlich!

Die Rundgänge werden zu den Gedenktagen (8.5 und 9.11. bzw 27.1.) kostenlos angeboten und auf Anfrage für Gruppen und Schulklassen durchgeführt (1,5h bis 2h für 70,- €).

Sie können z.B. für Projekttage mit anderen Bildungsangeboten der AGF ergänzt werden.

Gerne vermitteltn wir auch den Besuch der jüdischen Synagoge, um damit ein Kennenlernen der jüdischen Kultusgemeinde in Trier zu ermöglichen. Denn zum Glück leben heute wieder über 400 jüdische MitbürgerInnen in Trier und Umgebung.

Weitere Informationen siehe http://www.stattFuehrer.de

 

3. Besondere Rundgänge:

Auf Anfrage bieten wir zudem folgende Rundgänge zur regionalen Nazi-Geschichte an:

3a). Rundgang "Trierer Kirchen im Nationalsozialismus"

Der Rundgang „Trierer Kirchen im Nationalsozialismus“ beginnt geschichtlich Rundgang Kirchen im Nationalsozialismus bei einer antisemitischen Schlägerei bei der Heilig-Rock- Wallfahrt 1891, als deren geistigen Brandstifter man Georg Friedrich Dasbach – den noch heute geehrten Gründer des Paulinus - bezeichnen kann. Weitere Themen sind das Verhalten von Bischof Bornewasser zu Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft, z.B. bei der Heilig Rock Wallfahrt 1933 oder der Saarabstimmung 1935, der Widerstand der katholischen Jugendverbände gegen ihre Gleich- bzw. Ausschaltung und die Gegenüberstellung von zwei interessanten katholischen Persönlichkeiten dieser Zeit: des Trierer Prälaten Ludwig Kaas und von Edith Stein. Die Stolpersteine für die beiden im KZ ermordeten Priester Joseph Zilliken und Johannes Schulz sind ebenso Bestandteil des Rundgangs. Schließlich wird auf die mutige Predigt von Pfarrer Klaus Lohmann (Bekennende Gemeinde) nach der Reichspogromnacht eingegangen und es werden die mörderischen Folgen des rassistischen Antisemitismus der Nazis am Beispiel der getauften Jüdin Schwester Mirjam Michaelis aus dem Josefsstift in Trier aufgezeigt. (Lageplan Rundgang "Kirche und Nationalsozialismus") (Paulinus-Artikel)


3b) "Auf den Spuren von Hans Eiden - Widerstandskämpfer aus Trier"

Hans Eiden (24.11.1901- 6.12.1950 in Trier), wurde auf Grund seiner politischen Aktivitäten als Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und seiner Tätigkeit als politischer Stützpunktleiter des „Kampfbundes gegen den Faschismus“ in Trier-Nord seit 1932 von den Nazis bekämpft (1933 „Schutzhaft“, 1936 wegen „Hochverrat“ 3 Jahren Zuchthaus, 1939 KZ Buchenwald) 1944 verhinderte er als Lagerältester Todesmärsche und später Lynchjustiz, er spielte eine wichtige Rolle bei der Selbstbefreiung des KZ. 1947 im 1. Landtag RLP, er leitete dort bis zur Niederlegung seines Mandats am 14.6.1948 den Petitionsausschuss. 1950 starb er an den Folgen der langen Inhaftierung. Erst 1995 wurde an der Stelle seines Geburtshauses in der Engelstrasse Trier ein Denkmal errichtet.

VVN Thüringen vor dem Hans Eiden Denkmal

Eine Gruppe des VVN Thüringen besucht 2014 das Denkmal für Hans Eiden in der Engelstraße

3c)  „Verfolgung von sozialen Außenseitern in Trier“
Der Rundgang wurde 2013 zum Rahmenprogramm der Ausstellung 'Obdachlose im Nationalsozialismus' entwickelt. Der Rundgang zeigt wie im Nationalsozialismus die Ausgrenzung und Internierung von Bettlern, Obdachlosen, Landfahrer, Sinti und Roma oder vermeintlich Arbeitsscheuen, die von den Nationalsozialisten als „Asoziale“ diffamiert wurden funktionierte. Auch Euthanasieopfer und Homosexeulle sind Thema dieses Rundgangs, der auch zu Stolpersteinen von NS-Opfern führt.P { margin-bottom: 0.08in; direction: ltr; color: rgb(0, 0, 0); widows: 2; orphans: 2; }


3d) "Das KZ Hinzert"

Informationen zum SS-Sonderlager KZ Hinzert. Mehr Informationen: http://www.gedenkstaette-hinzert-rlp.de/

 

3e) "Frauen im Nationalsozialismus"
Der Rundgang informmiert über die Rolle der FRau im Nationalsozialismus und erzählt Geschchten zu TRier Frauen in der NS-Zeit, dabei führt er zu Stolpersteinen von Frauen die Opfer der Nazis wurde

 

3f)   "Luxemburg unter dem Hakenkreuz"

Treffpunkt: Museumscafé des Karl-Marx-Hauses, Endpunkt am Bahnhof. Zum 70. Jahrestag des Überfalls auf Luxemburg hat die AG Frieden diesen " Rundgang gegen das Vergessen" durch Trier erstmals angeboten: mit besonderem Bezug zum Einmarsch in Luxemburg und der folgenden Schreckensherrschaft. Der Rundgang führt durch die Trierer Innenstadt und dauert ungefähr 2 Stunden.

 

Ansprechpartner:

Markus Pflüger im AGF-Büro
Telefon: 0651 / 9941017
E-Mail: buero (ät) agf-trier.de


Hier können Sie sich eine stark gekürzte Zusammenfassung beider Rundgänge  (Trier NS und Stolpersteine) - angereichert mit Zeitzeugenaussagen - anschauen.

 

 

Weitere Tipp:

Das Fritz Bauer Institut informiert auf dem neuen Web-Portal zum Holocaust mit Unterrichtsmaterialien zur Auseinandersetzung (Februar 2015):

http://www.holocaust-unterrichtsmaterialien.de/index.html