Operación Cóndor - Lateinamerika im Griff der Todesschwadrone

Ort: 
Räume der Jenny-Marx-Gesellschaft Paulinstraße 1-3, 54292 Trier
Datum & Uhrzeit: 
1. März 2011 - 19:00
Lesung und Diskussion mit Stella Calloni
Das Buch Operación Cóndor von Stella Calloni prangert eine Reihe der
schlimmsten Verbrechen der Gegenwart an, verübt von den Vereinigten
Staaten gegen die Völker Lateinamerikas und präsentiert damit einen
klassischen Text zum irklichen Verständnis des Yanqui-lmperialismus.

Unter dem Codenamen Operation Condor folterten und ermordeten in den
70er und 80er Jahren die Militärregierungen von Argentinien, Chile,
Paraguay, Uruguay, Bolivien und Brasilien mit Billigung der USA tausende
Lateinamerikaner. Das Ziel: Ausschaltung von Regimegegnern und Kampf
gegen die "internationale terroristische Aggression", wie es in einem
Dokument der argentinischen Präsidentschaft vom 18. September 1979 heißt.

Am 13. November 2000 wurden bis dahin als geheim eingestuften
CIA-Dokumenten frei gegeben. Seither ist eine Rekonstruktion der
kriminellen Machenschaften der Diktaturen Lateinamerikas möglich. Die
bekannte argentinische Journalistin Stella Calloni hat jahrelang
minutiös recherchiert wer, wann und wo die Todesschwadronen das
Verschwinden lassen, die Ermordung von Oppositionellen organisierte.

Die Liste der wichtigen Persönlichkeiten, ob militärischen oder zivilen
Hintergrunds, die zuhause oder im Ausland feige ermordet worden sind, ist
lang. Unter ihnen befinden sich namhafte Persönlichkeiten wie der
salvadorianische Erzbischof Oscar Arnulfo Romero, die chilenischen
Generäle Schneider und Prats und einige Präsidenten anderer Länder.
Nicht zu vergessen die Verschwörung in Chile, die mit dem Tod von
Salvador Allende und der Einsetzung einer faschistischen Regierung endete.

Stella Calloni ist Journalistin und Schriftstellerin und hat sich auf
internationale Politik spezialisiert. Sie war als Korrespondentin in
Kriegsgebieten in Mittelamerika und anderen Regionen tätig. Sie arbeitet
in Südamerika mit Sitz in Buenos Aires als Korrespondentin für die
mexikanische Tageszeitung La Jornada.

Ihr weit gefächertes Werk umfasst Reportagen, Aufsätze und
Erfahrungsberichte. In der Veranstaltung soll es um ihr jüngstes Buch
"Operación Cóndor, Lateinamerika im Griff der Todesschwadronen" gehen.

Eine Veranstaltung der Jenny-Marx-Gesellschaft in Kooperation mit der AG
Frieden Trier. 

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