Neues Trainingsangebot für Zivilcourage in Trier

Datum der Veröffentlichung: 
29. April 2010
Ort: 
Trier
Autor: 
AGF

 

„Yes You Can!“ – Helfen statt wegsehen

 Neues Trainingsangebot für Zivilcourage in Trier

Gut besucht war die Auftaktveranstaltung von „Yes You Can! – Zivilcourage in Trier“ am 24. April in der Tufa. Noch vor Beginn überraschte das Improvisationstheater „sponTat“ mit einem versteckten Auftritt im Publikum und stimmte auf das Thema Zivilcourage ein. Jimi Berlin eröffnete mit einem passenden Song, bevor die Moderatorin Marion Barzen (SWR) die Bühne bereitete für die Vorstellung des Projekts.

Ricarda Marko vom Projektteam betonte die Notwendigkeit von Zivilcourage: „Es kann jeden treffen und jeder hofft auf Menschen die eingreifen – wie das geht, kann jeder in unseren Trainings lernen!“

Markus Pflüger von der AG Frieden stellte das von VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie geförderten Projekt vor: „14 Trainer/innen für Zivilcourage wurden ausgebildet, diese bieten ab sofort Zivilcourage-Trainings für Jugendliche und Erwachsene an - die ersten zehn davon kostenlos.“

Oberbürgermeister Klaus Jensen, Schirmherr von „Yes You Can!“, beschrieb aus seinem Alltag im Trierer Rathaus heraus, wie wichtig die Stärkung der Zivilcourage für unsere Gesellschaft ist. Wie vielschichtig das Thema ist, wurde deutlich in der Diskussion des Publikums mit Pfarrer Guido Hepke, Dr. Andreas Ammer (Rechtsanwalt, Vorstandsvorsitzender des Landespräventionsrates Rheinland-Pfalz), Irene Stangl (Fachstelle für Gewaltprävention Jugendnetzwerk Konz e.V.), Polizeihauptkommissar Uwe Konz (Jugendbeauftragter der Polizeidirektion Trier), Ingrid Gödde (Frauennotruf, Trainerin für Selbstbehauptung und Selbst­verteidigung) sowie Thomas Kupczik (Zivilcouragetrainer der AG Frieden).

Schließlich stellten sich die 14 Trainer vor und gaben anhand einer weiteren von „sponTat“ dargestellten Konfliktsituation einige konkrete Tipps: „Fordern Sie andere direkt auf, mit Ihnen gemeinsam einzugreifen, beauftragen Sie jemanden, Hilfe bzw. die Polizei zu rufen, meiden Sie Körperkontakt mit dem Angreifer, duzen, beleidigen und drohen Sie nicht, kritisieren Sie die Situation, nicht die Person.“

Zum Abschluss fragten DaDa the DuDu und der Herr Dannehl in einem eigens für die Aktion komponierten sehr rockigen Stück: "Hast du was gehört? Hast du was geseh'n? Hast du was gemacht? Was hat dich gestört? Sei ein Held, rette die Welt - Yes You Can!"“, wobei die AG Frieden betonte: es geht nicht darum, ein Held zu sein, Zivilcourage beginnt mit Hinsehen und kleinen Gesten im Alltag.

Demnächst weitere Informationen zu den Zivilcourage-Trainerinnen und deren Trainingsangebot

Fotos des Podiums, der TrainerInnen sowie der Theatergruppe und Musiker stehen kostenlos zur Verfügung