Früherer Aktion des Weltladenteams

 

Die Mango – Die Sonne unter den Obstsorten

Am Samstag den 02. Juni 2012 findet das alljährliche Neustraßenfest  statt.  Auch der We ltladen ist dieses Jahr mit dabei                              

An unserem Stand bekommen Sie leckeren Apfel-Mango-Saft. 

Diesen Saft und weitere Mangoprodukte finden Sie in unserem Laden direkt um die Ecke, am 02. Juni bis 16:00h geöffnet. 

 

 

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Kleinbauern säen die Zukunft

Unter diesem Motto steht in diesem Jahr der Weltladentag 2012. Auch wir vom Weltladen Trier beteiligen uns an der Kampagne für eine zukunftsfähige Welternährung

Machen Sie mit bei unserer Kartenaktion - ab sofort im Weltladen Trier

Unterstützen Sie die kleinbäuerliche Landwirtschaft und säen Sie jetzt Zukunft. Wir stellen drei Kleinbauern-Genossenschaften aus Asien vor. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung.

Lernen Sie die Zukunftsvisionen der asiatischen Kleinbauern kennen. Nehmen Sie die persönliche Botschaft der Kleinbauern an und schreiben Sie eine persönliche Nachricht an die Bauern zurück.


Wir haben Karten für Sie vorbereitet. Ab sofort finden Sie diese im Weltladen. Wir werden Ihre Botschaften zunächst im Laden aushängen und schließlich an den Weltladen-Dachverband schicken. Zum Abschluss der Aktion wird es eine Kunstausstellung mit allen Karten geben. Anschließend werden sie an die Partner in Asien geschickt.

Hintergrund 

 Die Landwirtschaft ist der wichtigste Beschäftigungszweig in der Welt und die Existenzgrundlage von 2,6 Mrd. Menschen. Kleinbauern erwirtschaften rund 70% der weltweit geernteten Lebensmittel.

Dennoch – viele Kleinbauern sind von Armut und Hunger betroffen. Ursachen dafür sind u.a. eine ungerechte Agrar- und Handelspolitik sowie die Förderung von industrieller Landwirtschaft und Gentechnik.

Öko und Fair bieten Zukunftsperspektiven

Durch Öko-Landbau erhalten Kleinbauern die Bodenfruchtbarkeit, schonen Ressourcen und liefern qualitativ hochwertige Nahrung. Die Vermarktung über den Fairen Handel sichert ihnen langfristig kostendeckende Preise und ermöglicht Investitionen in Infrastruktur und Bildung.

Beispielhaft: Wir stellen drei Kleinbauerninitiativen vor

Thailand: Green Net Cooperativ: 1000 Mitglieder, vorrangig Reis- und Kokosbauern

Arbeitsschwerpunkte: Bodenerhaltung, Wassermanagement, biologische Vielfalt, Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen. Green Net unterstützt seine Mitglieder bei der Anpassung an den Klimawandel und engagiert sich aktiv gegen Gentechnik.

Sri Lanka: Small Organic Farmers' Association (SOFA): 2000 Mitglieder, Tee- und Gewürzbauern

SOFA steht für traditionellen Teeanbau nach ökologischen Kriterien. Tee und Gewürze werden in Mischkulturen mit vielen anderen Pflanzen angebaut. SOFA unterstützt beim ökologischen Landbau, finanziert Fortbildungen und verbessert damit Produkt- und Lebensqualität.

Philippinen: Panay Fair Trade Center (PFTC): 1000 Mitglieder und Mitarbeiter

Zucker, Bananen, Ingwer-  Eine starke Genossenschaft auf der Insel Panay mit einem beeindruckenden sozialem und politischem Engagement.

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Wir starten die Schule fair!

Buntes für die Schultüte, Collegeblocks, Hefte, außergewöhnliche Ordner und vieles mehr ab sofort im Weltladen.

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Apfel-Mango-Saft verbindet Naturschutz & fairer Handel

"fair - fruchtig - frisch:  global denken - lokal trinken!"

Immer im Weltladen erhältlich!Apfel-Mangosaft Foto einer Flasche

Ein Apfel-Mangosaft aus fair gehandelten Mangos und Äpfeln von Streuobstwiesen der Region Mosel-Saar. Das Projekt dient gleichermaßen der Unterstützung ökologisch wirtschaftender philippinischer Kleinbauern, die dadurch faire Löhne bekommen und dem Erhalt hochstämmiger Streuobstwiesen, welche aufgrund ihres großen Artenreichtums eine hohe Bedeutung beim Erhalt unserer heimischen Artenvielfalt

zukommt. Der Saft entstand im Rahmen des Freiwilligen Ökologischen Jahres von AGF-Weltladen und BUND mit Unterstützung des NABU Trier.

Weitere Informationen sind im Weltladen der AGF erhältlich.

Der Apfel-Mango-Saft ist im Weltladen der AGF und im Weltladen Föhren sowie in guten Bioläden in Trier erhältlich. Preis 2,50 € in der Liter-Mehrwegflasche (15cent Pfand)

Hintergrundartikel

 


 

Bundesweite Briefaktion des Weltladens

Zukunft der Weltläden in der Diskussion

Seit etwa zwei Jahren hat sich im Bereich des fairen Handels eine Diskussion rund um das Thema: Zukunft der Weltläden – Weltläden der Zukunft entwickelt. Besonders im letzten Jahr haben sich die Gespräche und Überlegungen zu dieser Frage deutlich verstärkt. Auch das Weltladenteam hat sich häufiger intensiv mit diesem Themenkomplex beschäftigt. Dies führte schließlich zu einer bundesweiten Briefaktion, bei der wir zahlreiche Weltläden in ganz Deutschland angeschrieben haben.

Worum geht es dabei?

Seit einigen Jahren ist zu beobachten, das sich der Handel mit fairen Produkten immer weiter in den Supermärkten und den sonstigen Großhandel ausdehnt. Also beispielsweise in Kneipen, Universitäten, Kantinen und ähnlichem. Die Umsätze dieser Sparte wird die Erlöse aus dem Verkauf in den Weltläden schon bald übersteigen. Zunächst einmal ist das positiv. Jedes Jahr steigen die Umsätze im fairen Handel um einige Prozent. Die Schlussfolgerung daraus ist klar, je mehr Umsatz, desto mehr Menschen kann ein stabiles Einkommen und ein besseres Leben ermöglicht werden.

Das ist doch ohne Frage gut, oder? Was kann man denn daran kritisieren?

Ohne Zweifel ist es gut wenn wir immer mehr Produzentinnen durch den Fairen Handel mit gerechten Preisen, für ihre oft harte Arbeit erreichen. Die Frage die sich für das Trierer Weltladenteam und viele andere dabei stellt ist: „War und ist das unser Ziel? Immer mehr verkaufen? Weiter eine Nische im vorhandenen Wirtschaftssystem besetzten, sie immer weiter ausdehnen um immer mehr Umatz zu machen?

Wir glauben, das die Antwort auf diese Frage nur lauten kann: NEIN.

Das war es nicht wofür der Fairen Handel vor jetzt schon über 30ig Jahren angetreten ist. Zu dieser Zeit sprach man auch von „Alternativem Handel“. Ein Begriff, der wie ich finde auf den ersten Blick deutlich macht worum es geht. Zu zeigen, das eine Alternative zum bestehenden System gibt. Das eine gerechtere Form des Handels möglich ist und unser Ziel nur lauten kann, dass sich das Wirtschaftssystem in dieser Hinsicht ändern muss. Erst wenn wir keine Weltläden mehr brauchen, weil alle Produkte in allen Geschäften unter fairen und gerechten Bedingungen hergestellt und gehandelt wurden, haben wir unser Ziel erreicht.

Das ist ein durch und durch politisches Anliegen und erfordert stetige Bildungsarbeit. Dies war immer der zweite und ebenso wichtige Grundpfeiler des Fairen Handels. Das muss unserer Ansicht nach auch so bleiben.

Genau in diesem Bereich sehen wir die Entwicklung der letzten Jahre aber eher kritisch. Die immer größere Verbreitung des Fairen Handels in den Supermärkten führte dazu, das schon einige kleinere Läden schließen mussten, vor allem in ländlichen Gebieten. Sie können mit den Preisen und Öffnungszeiten der großen Märkte nicht mithalten. Die von Ihnen geleistete Bildungsarbeit geht dabei aber in den meisten Fällen auch verloren. Oder auch den für uns völlig untragbaren Verkauf von fairen Produkten in Discountern wie z.B. Lidl, wo grundlegende Werte und Kriterien des fairen Handels nicht gelten, wie angemessene Löhne, das Recht auf Versammlungsfreiheit und gewerkschaftliche Organisation, um nur wenige Beispiele zu nennen..

Zudem werden von verschiedenen Organisationen sogenannte Professionalisierungskampagnen forciert. Nach dem Motto „Raus aus der linken Ökonische und rein in die schicken neuen Geschäfte in den Innenstädten.“ Um das zu realisieren braucht es mehr Geld. Dafür wiederum mehr Umsatz. Das bedeutet, viel Zeit und Personal wird für die rein praktische Arbeit gebunden. Das muss nicht immer dazu führen, das Bildungsarbeit vernachlässigt wird. Es ist aber häufiger zu beobachten.

Bessere Organisation, Gestaltung und Abläufe im Weltladen sind begrüßenswert. Auch wir bemühen uns darum, allerdings nur in einem Rahmen der nicht zum Abbau der politischen Arbeit führt oder gar zu einer veränderten Zielsetzung.

Am wichtigsten bei dieser Entwicklung scheint uns daher die Beobachtung, das bei all diesen Bemühungen und durchaus auch Erfolgen, das ursprüngliche Ziel aus den Augen verloren wird. Die Ausrichtung der Arbeit sich bei so manchem auch zu verändern scheint und das nicht nur bei Weltläden. Schließlich lassen sich anhand der Umsätze sichtbare Erfolge nachweisen. Das ist doch ein sichtbarer und deutlicher Hinweis das man immer so weiter machen sollte.

Daher stellt sich mehr und mehr die Frage: „Ist das aber auch der richtige Weg?

Bei allen Erfolgen bewegt sich der Anteil des Fairen Handels am Gesamtvolumen weiter im einstelligen Prozentbereich. Auch bei weiterem Wachstum sind höhere zweistellige Prozentanteile kaum zu erwarten, welche dann tatsächlich einen erheblichen Veränderungsdruck bewirken könnten.

Es stellt sich also die grundlegende Frage welche Richtung wird der Faire Handel in der Zukunft einschlagen?

Das Ziel einer veränderten Wirtschaftsordnung scheint sehr theoretisch und sicher auch utopisch. Ist das allein aber schon ein Grund aufzugeben?

In unseren Gesprächen im Ladenteam und auf verschiedenen größeren Treffen zu diesem Thema ist uns klar geworden, das dies für uns kein Grund ist aufzugebenund wir an dem alten Ziel festhalten wollen. Nur eine gerechtere, sozial- und umweltverträgliche Wirtschaftordnung kann und muss das Ziel unserer Arbeit sein. Mit einer Nische, auch wenn sie größer wird, wollen wir uns nicht zufrieden geben.

Um zur Diskussion und Meinungsbildung in dieser Frage beizutragen hat das Ladenteam einen Brief verfasst und schließlich an 500 Weltläden in Deutschland verschickt. Den Brief im original Wortlaut findet Sie gleich im Anschluss an diesen Artikel.

Inzwischen sind einige Reaktionen bei uns eingetroffen. Noch nicht so viele wie wir gehofft hatten aber wir freuen uns über jede Rückmeldung. Sie reichen von Zustimmung und Freude über unsere Initiative über kritische Überlegungen zum Inhalt, bis zu einer heftigen und harschen Ablehnung unseres Schreibens. Dabei betonte der Schreiber allerdings es handele sich um seine persönliche Meinung, die nicht stellvertretend für den Weltladen stehe, in dem er arbeitet. Besonders gefreut haben wir uns über einen Brief der ganz ordentlich auf der Schreibmaschine verfasst wurde. Das hat uns in der Entscheidung einen „richtigen“ Brief zu schreiben bestärkt. Denn längst nicht allen Läden sind per Mail zu erreichen und wir wollten niemanden deswegen ausschließen.

Auf alle diese Antworten haben wir bereits reagiert und unser weiteres Vorgehen erklärt. Bis Ende August läuft die Frist, die wir uns für das warten auf weitere Reaktionen gesetzt haben. Dann werden wir uns wieder zusammen setzten, die Antworten und die darin enthaltenen Anregungen gründlich auswerten. Im nächsten Schritt wollen wir dabei konkrete Vorschläge für die Weltläden erarbeiten und die Anregungen aus den anderen Läden weiterleiten. Wir erhoffen uns davon eine Vernetzung und einen Austausch zu diesem Themenbereich mit den Weltläden die auf unser Schreiben reagiert haben.

Auf diese Weise wollen wir unseren Teil zur Zukunft der Weltläden beitragen und diese möglichst positiv beeinflussen. Denn wir glauben noch immer: „Eine gerechtere Welt ist möglich!“

Beate Heß, Weltladen Trier

 

 

An alle Kolleginnen und Kollegen in den Weltläden Deutschlands,

seit seiner Entstehung in den sechziger Jahren, hat sich der Faire Handel gewandelt. Was als Kritik an Imperialismus und freier Marktwirtschaft begann, scheint heute lediglich dem Ziel immer größerer Verkaufszahlen hinterher zu rennen. Viel hilft viel? Fair feels good? Konsum hilft?!?

Bewusstseins-, Informations- und Bildungsarbeit finden dagegen immer weniger statt. Wir MitarbeiterInnen bestellen schöne, immer professioneller präsentierte Produkte, die gut gehen und freuen uns, wenn viel verkauft wird.

Das ist sicher auch sinnvoll und wichtig, kann und darf unserer Ansicht nach aber nicht das einzige und wichtigste sein. Uns ist in den letzten Jahren zunehmend aufgefallen, dass andere, sehr wichtige Fragen immer mehr hinten runter fallen, wie z.B.:

Werden grundsätzliche Fragen gestellt und Antworten gesucht?

Was und wie nützt der Faire Handel den ProduzentInnen?

Werden damit auch politische Initiativen unterstützt, denen es um mehr als ein höheres Einkommen geht? Wie viel wissen die MitarbeiterInnen und KundInnen über die aktuelle Situation und die Ziele der ProduzentInnen?

Sind die Produkte und Projekte des fairen Handels nachhaltig? (Siehe z.B. abfallintensive kleine Saft-Tetrapacks...)

Wie stehen wir zu Transfair-Siegeln auf Supermarkt-Produkten, die dann im Norden, also bei uns, unter unwürdigen Arbeitsbedingungen vertrieben werden? (Beispiel Lidl*)

Wie kann der Verkauf von fairgehandelten Produkten (re)politisiert werden, um ein stärkeres Bewusstsein hier und Veränderungen im Süden zu ermöglichen?

Was wollen wir eigentlich mit dem Fairen Handel erreichen?

Was wollen wir überhaupt erreichen und ist der Faire Handel (noch) ein gutes Mittel dazu?

Was ist das Ziel des Fairen Handels und was ist unsere Utopie?

Kapitalismuskritik: Werden Alternativen zum System gesucht und Ansätze auch hier realisiert?

*Dazu hatten wir 2006 eine Pressemitteilung und einen offenen Brief geschrieben: “Fairer Handel und Lidl – unvereinbar! Warum wir nichts von fairgehandelten Produkten in unfairen Discountern halten www.oekumenisches-netz.de/pm_agf-lidl.pdf

Dies sind Fragen denen wir uns stärker widmen und die wir im Weltladenteam aber auch mit KundInnen diskutieren wollen. Fragen, die vor allem nicht aus den Weltläden verschwinden dürfen!!

Wie sieht eine sinnvolle Bildungsarbeit 2009 aus? Nach Innen und Außen, Richtung Süden und gegen 'Oben'? Wollen wir ohne Antworten auf diese und ähnliche Fragen so tun, als ob wir alles wissen, um nicht weiterdenken zu müssen? Oder wollen wir ‚fragend voranschreiten’?

Wir würden es sehr begrüßen, wenn diese Fragen auch in Euer Team getragen würden und sind an Euren Antworten bzw. Diskussionsergebnissen interessiert. Wie sieht's bei Euch aus, seht Ihr ähnliche oder ganz andere Tendenzen, was sind Eure Fragen, Aktionen, Ideen? Über Rückmeldungen an die obige Emailadresse würden wir uns sehr freuen.

Außerdem schlagen wir Euch eine kleine Auswahl von Informationsquellen, Veranstaltungen und Links vor, die Ihr für mögliche Aktionen oder auch zur Information nutzen könnt. Diese findet Ihr im Anschluss an diesem Brief

Herzliche Grüße,
Weltladenteam Trier
 

Informationen erhaltet ihr z.B. bei eurem jeweiligen Landesnetzwerk (die Adressen findet ihr auf der Seite der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl): www.agl-einewelt.de), sowie beim Weltladen-Dachverbande.V.: www.weltladen.de.

Aktionen:
Welthandelskampagne... www.gerechtigkeit-jetzt.de
Kampagne für saubere Kleidung www.saubere-kleidung.de
Veranstaltungen:
12.05.2012 Weltladentag Aktion "Kleinbauern säen die Zukunft" im Rahmen der Kampagne "Öko + Fair ernährt mehr!"
16.06.2012 Weltbürgerfrühstück, Hauptmarkt Trier