FILM Hanna Arendt

Ort: 
Broadway Paulinstr.18 Trier
Datum & Uhrzeit: 
16. Januar 2013 - 11:00
Einladung

Start der neuen Agendakinoreihe 2013 im Broadway mit dem Film:

  "Hanna Arendt - Ihr Denken verändert die Welt"

Einführung und Nachgespräch mit Heike Mauer (Politikwissenschaftlerin, Ak Trier im Nationalsozialismus der AGF)
- am Mittwoch 16. Januar 2013 um 11.00 Uhr
- im Broadway Filmtheater Paulinstraße 18 in  Trier, Eintritt 4,- €


Der Film läuft ansonsten ab 10.1.im Broadwaykino im normalen Programm

Seit mehr als 10 Jahren besteht das Agenda-Kino als Kooperation zwischen dem Broadway Filmtheater und dem Lokale Agenda 21 Trier e.V.. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden Filme in den Spielplan aufgenommen, die ökosoziale Probleme aufgreifen und gesellschaftlich relevante Themen behandeln. Im Zuge dessen hat sich die „Filmpatenschaft“ als erfolgreiches Konzept etabliert, bei der Trierer Vereine und Institutionen als DiskussionspartnerInnen nach den Vorstellungen bereit stehen.
In diesem Jahr werden – zusätzlich zu den regulären Vorstellungen – gezielt Schulen angesprochen um den LehrerInnen und SchülerInnen die Möglichkeit zu geben, die im Unterricht angeschnittenen Themen durch filmische Eindrücke zu vertiefen. In diesen begleiteten Schulveranstaltungen wird es zusätzlich die Möglichkeit zum Dialog über nachhaltige Entwicklung und Bürgerbeteiligung geben.
Das neue Konzept und das Programm für 2013 wird im Rahmen einer Pressekonferenz am 16.1.2013 um 10.30 Uhr im Broadway Filmtheater vorgestellt.
 Im Anschluss um 11.00 Uhr bieten wir eine öffentlich Pressevorstellung von Margarethe von Trottas ausgezeichnetem Film
"Hanna Arendt - Ihr Denken verändert die Welt" und eine Verköstigung mit regionalen und saisonalen Produkten an. (Für Mitarbeiter Ak Trier NS und Presse frei, sonst 4,- €)
 
Sie sind / Ihr seid herzlich eingeladen!

Mit freundlichen Grüßen Markus Pflüger
für die AG Frieden Trier als Filmpatin

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Informationen zum Film:

Der neue Film der Regisseurin Margarethe von Trotta kommt ab heute in die Kinos.
Die Hauptrolle in dem packenden Werk, welches das Leben der deutsch-jüdischen Philosophin Hannah Arendt in ihrer sogenannten “Eichmann-Zeit” beleuchtet, ist mit der mehrfach in Cannes ausgezeichneten Schauspielerin und Sängerin Barbara Sukowa (u.a. ROSA LUXEMBURG, DIE ENTDECKUNG DER CURRYWURST) besetzt.
In weiteren Rollen sind als Hannah Arendts zweiter Mann Heinrich Blücher (Axel Milberg, SPEER UND ER, OFFROAD), ihre Sekretärin, Freundin und spätere Nachlassverwalterin Lotte Köhler (Julia Jentsch, SOPHIE SCHOLL, EFFI BRIEST), sowie ihr ehemaliger Kommilitone Hans Jonas (Ulrich Noethen, DER UNTERGANG, SAMS IM GLÜCK) zu sehen.
Allein diese geniale Zusammenarbeit lässt auf großes Kino schließen und so kann der Film HANNAH ARENDT sowohl von der Machart her, der Schauspielleistung der Protagonisten und vor dem Hintergrund des relevant-interessanten, zeitgeschichtlichen Geschehens ebenfalls uneingeschränkt weiterempfohlen werden.
Der Film spielt in der Zeit zwischen 1960 und 1964. Nachdem Adolf Eichmann, eine der Schlüsselfiguren des vom NS-Regime verantworteten Holocaust, in Argentinien von Agenten des Mossad aufgespürt und gekidnappt wird, reist Hannah Arendt 1961 zu dessen Prozess nach Jerusalem. Sie wird für das US-Magazin “The New Yorker” den Prozess publizistisch begleiten.
In späterer Folge entsteht dann ihr nicht unumstrittenes Buch “Eichmann in Jerusalem” (erschienen 2006 im PIPER-Verlag), in dem Hannah Arendt sich nicht nur mit dem Bericht über den Prozess und den daran Beteiligten begnügt, sondern darin die Gelegenheit nutzt, eine ausführlichere Darstellung der deutschen Vernichtungspolitik zu schildern.
Während des Gerichtsprozesses, bei dem die eigentliche und noch zusätzlich erschreckende Durchschnittlichkeit des Adolf Eichmann entlarvt wird, formuliert Hannah Arendt (1906 – 1975), die selbst nur knapp den nationalsozialistischen Todeslagern entkam, jene viel diskutierte und sicherlich zwiespältige in die Geschichte eingegangene These von der “Banalität des Bösen”.
Diese sorgte im Nachhinein lange Zeit in der jüdischen Welt für Empörung, weil viele die Darstellung Adolf Eichmanns als reinen Bürokraten und Schreibtischtäter als eine Verharmlosung des Holocaust brandmarkten.

Weitere Informationen zum FIlm: http://www.hannaharendt-derfilm.de/