Film: „Das radikal Böse“

Ort: 
Broadway Filmtheater, Trier
Datum & Uhrzeit: 
15. Oktober 2014 - 19:30

Der Film "Das radikal Böse" kann weiterhin für Schulklassen vormittags beim Broadway gebucht werden.

Falls es uns zeitlich möglich ist, bieten wir als AGF gerne ein Nachgespräch dazu an.

Kontakt Broadway: Josefine Kraft, 0651.96657204  jk(ät) broadway-trier.de

Kontakt AGF: Markus Pflüger 0651.9941017   buero/äd)agf-trier.de

 

Hier die Einladung zur Veranstaltungsreihe der AG Frieden in Kooperation mit der vhs Trier, der Landeszentrale für politische Bildung RLP und der Heinrich-Böll-Stiftung RLP:

 Vortragsreihe: Nationalsozialistische Täter in/aus Trier (II)

Zu Recht steht die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus im Zentrum des Gedenkens. In Trier halten z.B. das Gedenkbuch der Stadt („Trier vergisst nicht“), die politisch-historischen Rundgänge der AG Frieden und die „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig das Gedenken an die Ermordeten wach. Doch nicht nur der langjährige Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Triers, Benz Botmann, hat bei seinen öffentlichen Reden immer wieder die Frage nach den Tätern gestellt. Mit dieser Vortragsreihe werden nun Menschen vorgestellt, deren Lebensweg sich mit der Stadt Trier kreuzt und die in besonderer Weise aktiv wurden in diesem „Projekt der Unmenschlichkeit“. Gefragt wird auch, wie sie zur Rechenschaft für ihre Taten gezogen wurden oder ob sie – wie Klaus Barbie, der „Schlächters von Lyon“ – auch nach dem Krieg Karriere machten. Klaus Barbie war im vergangenen Semester neben Harald Turner und Paul Wipper als NS-Täter mit Trier-Bezug porträtiert worden.

Die Reihe wird in diesem Semester mit drei Veranstaltungen fortgesetzt, die den Hintergrund der Täterforschung erhellen und neue Akzente setzen:

 

1. Film: „Das radikal Böse“

Wie wurden aus ganz normalen jungen Männern Massenmörder? Warum töteten ehrbare Familienväter Tag für Tag, jahrelang, Frauen, Kinder und Babys? Warum verweigerten so wenige den Befehl, obwohl es ihnen freigestellt war? Die Dokumentation des Oscar Gewinners Stefan Ruzowitzky erzählt spannend und bewegend von den systematischen Erschießungen jüdischer Zivilisten durch deutsche Einsatzgruppen in Osteuropa und der Suche nach den Ursachen des Bösen. Mit Originalzitaten der Täter aus Briefen, Tagebuchaufzeichnungen und Gerichtsprotokollen gelingt ein Blick in junge Gesichter. Ergänzt mit historischen Aufnahmen, den Aussagen renommierter Forscher und den überraschenden Ergebnissen psychologischer Experimente führt der Film hin zu „dem radikal Bösen“, einer Blaupause des Genozid.

Mit Gelegenheit zu anschließender Diskussion.

Mittwoch, 15.10.2014, 19:30 Uhr im Broadway Filmtheater, Trier (Kooperationspartner) - Eintritt 6 €, ermäßigt 5 €

 

Weitere Veranstaltungen:

20.11.2014, 19:30h NS-Täter IIb: Buchvorstellung: „Die Nazis aus der Nähe“ vhs

21.01.2015 19:30h: NS-Täter IIc: Vortrag: Matthias Biewer (NSDAP) Referent: Dittmar Lauer (Kell am See) vhs