Der Krieg und meine Ohnmacht Information und Aktiv-werden als Kontrollgewinn, angesichts der Verzweiflung

Ort: 
VHS Trier
Datum & Uhrzeit: 
15. April 2015 - 20:00

Der Krieg und meine Ohnmacht


Information und Aktiv-werden als Kontrollgewinn, angesichts der Verzweiflung


Ukraine, Syrien, Irak, Nigeria, Paris: die Nachrichten des Schreckens strömen Tag für Tag auf uns ein. Wie halten wir diese Nachrichten aus? Auch Friedensbewegte fühlen sich ratlos anges­ichts der unschuldigen Opfer beispielsweise im Irak und manche fragen sich: können die Men­schen nur mit Waffenge­walt gerettet werden? Hinzu kommt die Furcht vor negativen wirtschaftlichen Folgen auch bei uns. Die Politik biete keine Orientierung und keine klare Position. Kann politisches Wissen über Zu­sammen­hänge und Kriegsursachen helfen?

Diskussionen mit anderen können dazu beitragen eine eigene Position zu entwickeln. Um urteils- und hand­lungsfähig zu bleiben oder zu werden sei das gemeinsame agieren, der Austausch – das Teilen des Leidens hilfreich, so Beierlein (vgl. Interview im Publik-Forum Nr 16 / 2014 „Es gibt ein Recht auf Verzweiflung“). Das Verdrängen negativer Bilder und Informationen koste psychische Kraft und binde Energien, die anders gewinn­bringender eingesetzt werden können. Es gehe darum sich Wissen anzueignen, politische Lösungen mit auf den Weg zu bringen und Verantwortung für sich und die Mitmenschen zu übernehmen. Auch Rückschläge und Aussichtslosigkeit gehören zur humanitär­en und politischen Arbeit – hilfreich sei es auf langfristige Sicht zu denken und sich auf konkrete Auf­gaben zu konzentrieren. Wichtig sei es aber zu überlegen: wo kann ich etwas ändern und beeinflus­sen und wo nicht? Auch kollektives Handeln und das Erleben der eigenen Kompetenz helfe gegen Verzweiflung. Auch Überforderung müsse ver­mieden werden. Die Frage ist also: Wie kann man sich gegen Krieg engagieren ohne auszubrennen? Was brauchen wir für einen sinnvollen Friedens-Ein­satz? Fragen die Im Vortrag und der anschließenden Dis­kussion thematisiert werden.

  • Referentin: Constanze Beierlein, Psychologin, Frankfurt/M.

  • Mi 15. April - 20:00 Uhr - VHS Domfreihof Trier

Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft Frieden, Deutsche Friedensgesellschaft Vereinigte Kriegsgegne­rInnen und Volkshochschule Trier in Kooperation mit Heinrich Böll Stiftung RLP

Absage: Diese Veranstaltung musste wegen Verhinderung der Referentin Constanze Beierlein leider abgesagt werden. Wir bitten um Verständnis. Einige Ihrer Thesen "Wie können Menschen sich für den Frieden engagieren ohne auszubrennen?"

hier (Interview Publik Forum)