DEMO: grenzenlose Solidarität - Holen wir uns die Zukunft zurück

Ort: 
Bürgerhaus Trier-Nord
Datum & Uhrzeit: 
20. Februar 2016 - 14:00

 

 

 

 

 

Aufruf 

Vor einem Jahr machten an die 1400 von uns deutlich: Pegida in Trier? Das läuft nicht! Auch bundesweit wehrten sich hunderttausende Menschen gegen das Aufkommen einer neuen, rechtsradikalen Bewegung.

Und trotzdem ist es heute dringender denn je, dass wir wieder alle auf die Straße gehen, denn Pegida und AfD haben einen politischen Rechtsruck bewirkt! Mit über 800 Angriffen auf Geflüchtete brach die schlimmste rassistische Terrorwelle seit den 90ern los. Auch in Trier ist das spürbar.

Menschenfeindliche Hetze durch Identitäre, Republikaner, NPD und AfD. Angriffe auf Menschen und Unterkünfte in der Region.

Die Rassist*innen sind eine Minderheit. Aber obwohl viel mehr Menschen sich für Geflüchtete engagieren, scheinen die Rechten einflussreicher zu sein, denn die etablierte Politik lässt sich nach rechts treiben. Sie behauptet dabei: "die Sorgen der Bürger ernst zu nehmen." Einmal macht sie mit diesem Vorwand schutzsuchenden Menschen durch Asylrechtsverschärfungen das Leben zur Hölle. Andererseits betreibt sie weiterhin antisoziale Kürzungspolitik.

Wir dürfen nicht zulassen, dass das so weiter geht. Das wird es aber – wenn wir nicht dagegen aufstehen.

Wir haben zudem auch Sorgen. Die massive Zunahme rechter Gewalt ist nur ein Teil davon.

Und wir fordern dass sie endlich gehört werden!

 Wir leben im viertreichsten Land der Welt, nur haben die Meisten von uns nichts davon.

Die Ungleichheit hat massiv zugenommen. Das reichste Prozent der Bevölkerung Deutschlands besitzt ein Drittel des Privatvermögens, aber 15,2 Prozent leben bereits jetzt unter der Armutsgrenze, Tendenz steigend. Jeder Zehnte ist überschuldet. Viele können sich wichtige Behandlungen nicht leisten. Genau wie für die Unterbringung von Geflüchteten ist auch für die Pflege von Alten oder Menschen mit Behinderung angeblich kaum Geld da. Die einzige bekämpfenswerte Form von Flucht, die Steuerflucht der Reichen, kostet aber 100 Milliarden Euro im Jahr.

Wirtschaftswachstum und Rückgang der Arbeitslosenzahlen waren nur möglich durch eine Ausweitung mieser Arbeitsverhältnisse wie niedrigster Löhne, Leiharbeit, Befristungen, Scheinselbstständigkeit.

Fast 300.000 Wohnungslose stehen einem Kahlschlag beim sozialen Wohnungsbau und 1,5 Millionen leer stehenden Wohnungen gegenüber. Bei vielen anderen fressen hohe Mieten und Lebenserhaltungskosten den Großteil des Einkommens auf.

Über die Hälfte von uns ist darüber hinaus betroffen von Diskriminierung nach Geschlecht oder sexueller Orientierung. Frauen verdienen im Schnitt 22% weniger als Männer. Dazu kommt die Benachteiligung überwiegend weiblicher Alleinerziehender und die hauptsächliche Betroffenheit durch häusliche Gewalt.

Sie aber auch Homosexuelle oder Trans*Personen erleben vielfältige Formen von Alltagsdiskriminierung.

Deren Partnerschaften sind weiterhin nicht gleichgestellt, in Betrieben die dem kirchlichen Sonderarbeitstrecht unterliegen, kann ihnen sogar nach wie vor völlig legal gekündigt werden.

All das sollte deutlich machen, dass es völlig absurd ist, wenn Nationalist*innen Gleichberechtigung oder Aufklärung zu "westlichen Werten" erklären oder Geflüchtete zu Sündenböcken für soziale Misstände machen.

Die Grenze verläuft nicht zwischen "Völkern" oder "Kulturen" sondern zwischen Oben und Unten.

 

Wir halten es nicht länger aus, dass sich finsterer Hass und soziale Kälte hier immer weiter ausbreiten.

Alle, die damit ebenfalls nicht einverstanden sind, fordern wir auf gemeinsam am 20. Februar nicht nur gegen, sondern vor allem für etwas auf die Straße zu gehen.

 

  • Für ein Ende des rechten Terrors!
  • Gleiche Rechte für Menschen auf der Flucht und eine menschenwürdige Asylpolitik!
  • Für gerechte Löhne, bezahlbaren Wohnraum und eine gute Gesundheitsversorgung für alle!
  • Gleichberechtigung und sexuelle Selbstbestimmung!
  • Für eine grenzenlose Solidarität.
  • Die Zukunft muss allen gehören.

Die AGF unterstützt diese Demo

Facebookevent zum Teilen: https://www.facebook.com/events/710350182433393/