Demo für Familiennachzug,

Ort: 
Porta Nigra Platz Trier
Datum & Uhrzeit: 
18. Mai 2018 - 16:30

Demonstration

Menschenrechte schützen – Familien eine Zukunft geben !

  • am Freitag 18.5.2018, 16:30 Uhr
  • Start: Porta Nigra Platz Trier
  • dann Simeonstr, Brotstr., Konstantinstr., Seizstr.(=CDU Geschäftsstelle), Brot-straße, Nagelstraße (=SPD Geschäfts-stelle)

Redner*innen u.a.: Weihbischof F.-J. Gebert, Omar Abouhamdam – Faose e.V., Saher – AGF, Geflüchtete, Lena Kast – Caritas Trier, Carsten Stumpenhorst – Diakonie; Wolf Buchmann – Buntes Trier,

Erstunterzeichner*innen: Flüchtlingsforum Trier, Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier e.V., Faose e.V.; Caritasverband Region Trier, Kath. Dekanat Trier, Diakonie im Kirchenkreis Trier, DGB Region Trier, Kirchenkreis Trier, Für ein Buntes Trier – gemeinsam gegen Rechts, Refugee Law Clinic Trier,

Der Aufruf:

Das Recht auf Familie ist in Deutschland im Grundgesetz verankert und gilt für alle Familien – doch Deutschland verweigert dieses Recht vielen geflüchteten Menschen.

Wir fordern, dass für Familien von Flüchtlingen ein Zusammenleben in Deutschland wieder möglich wird. Geflüchteten ist es nicht zuzumuten in ihre Herkunftsländer, die sie u.a. wegen Krieg und Menschenrechtsverstößen verlassen mussten, zurückzugehen, nur um die Einheit der Familie wiederherstellen zu können.

Wir fordern, dass Minderjährige ihre Eltern und Geschwister nachholen dürfen und Eltern nicht vor die Wahl gestellt werden, sich zwischen ihren Kindern im Heimatland und Deutschland entscheiden zu müssen.

Die Aussetzung des Familiennachzugs in den letzten zwei Jahren hat dazu geführt, dass sich Frauen und Kinder gezwungen sahen, sich auf die lebensgefährliche Flucht nach Europa zu begeben. Dabei hat es wiederholt Todesfälle gegeben, die wir nicht weiter akzeptieren dürfen.

Die Aussetzung des Familiennachzugs reißt Familien auseinander und belastet die z. T. traumatisierten Menschen, die auf die Unterstützung ihrer Familie angewiesen sind, enorm.

Hinzu kommt: Geflüchtete Menschen, die ihre Familienangehörigen bei sich haben, integrieren sich in der Regel sehr viel schneller in unsere Gesellschaft. Sie lernen besser Deutsch und finden infolgedessen auch schneller eine Arbeit. Deshalb profitieren letztlich alle von einem erleichterten Familiennachzug: die Menschen auf der Flucht, die wartenden Familienangehörigen und unsere Gesellschaft.Der aktuell vom Innenministerium vorgelegte Gesetzesentwurf, schränkt die Familienzusammenführung weiter ein, so dass viele Familien noch über Jahre getrennt leben müssen. Ein solches Vorgehen des Staates hat das Bundesverfassungsgericht schon vor über 10 Jahren klar verurteilt.

Deshalb muss Deutschland sich auf eine menschenfreundliche Flüchtlingspolitik besinnen und das Grundrecht und Menschenrecht auf Familie durch die Wiederinkraftsetzung des Familiennachzugs verwirklichen. Familien gehören zusammen!