AG Frieden heute vor 33 Jahren gegründet.

Datum der Veröffentlichung: 
13. März 2012
Ort: 
Trier
Autor: 
AGF

AG Frieden“ heute vor 33 Jahren gegründet.

Seitdem aktiv für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte

Der Gründungstisch der Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF) vom 13.3.1979 ist jetzt im Weltladen für die Präsentation fairgehandelter Produkte im Einsatz. Der Weltladen wurde ein Jahr nach Vereins­gründung eröffnet, erst in der Jüdmerstraße, dann bis 2000 in der Palaststraße und seit inzwischen 12 Jahren in der Pfützenstraße 1. Gemeinsam mit anderen Gruppen wird hier das Friedens- & Umwelzentrum betrieben, neben fairgehandelten Produkten werden politische Informationen und Veranstaltungen angeboten, ein wichtiger Treffpunkt der Friedens- und Umweltzszene Triers.

1979 war nicht absehbar, dass sich der Verein so etabliert und sein Angebot immer stärker ausweitet.Was mit den Friedenswochen und Demonstrationen der 80er Jahre begann, wurde im Laufe der Jahre zu einem vielfältigen Bildunsgangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene weiterentwickelt. Der Rundgang "Trier im Nationalsozialismus" entwickelte sich zum Klassiker, seit 2007 wird dieser durch "Stolpersteine erzählen" ergänzt, dies sind zwei Beispiele der Erinnerungsarbeit des Vereins. Nach und nach wurden weitere Angebote etabliert: Friedens- und Eine-Welt-Pädagogik, Gewaltprävention, "Mobil gegen Rechts" sowie Zivilcouragetrainings und Informationen zu Entwicklungspolitik, Friedensdiensten und Bundeswehr-Kritik. Dazu engagiert sich die AGF in der landesweiten Initiative für "Schulen ohne Militär". Auch zu anderen Themen arbeitet der Verein vernetzt, so im Bündnis gegen Rechts und im Flüchtlingsforum Trier.

An Aktualität hat die Arbeit nie eingebüßt, so zuletzt mit einer Reihe zum arabischen Frühling bei dem auch vor der Eskalation in Richtung eines Angriffskrieges gegen den Iran gewarnt wurde oder im Bereich Fair Trade Town Trier.

Was sind Vorhaben im 33. Jahr des Vereins?

"Zu Ostern unterstützen wir den Protest gegen Atomwaffen in Büchel, im Sommer wird das Thema Asyl beleuchtet und im Herbst ist eine Aktionswoche gegen Rüstungsexporte geplant" erläutert der Hauptamtliche Markus Pflüger. Zudem sollen die zahlreichen Bildungsangebote stärker gebündelt und vor allem an Schulen vermittelt werden.

"Ausserdem will sich der Weltladen neu präsentieren und dabei sein Regio-Angebot ähnlich dem Erfolgsbeispiel Apfel-Mango-Saft ausbauen", ergänzt der Vereinsvorsitzende Hermann Anell. „Angesicht der neoliberalen Globalisierung bleibt es überlebenswichtig gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur und stattdessen für Abrüstung und Gerechtigkeit einzustehen. Für unsere Projekte freuen wir uns über weitere ehrenamtliche MitarbeiterInnen“, so Anell weiter. Rund 30 Menschen aller Altersgruppen engagieren sich zurzeit in Arbeitskreisen (Asyl, Trier im Nationalsozialimus, Weltliteratur, Eine Welt), 260 Mitglieder unterstützen den überkonfessionellen und parteipolitisch unabhängigen Verein durch Mitgliedsbeiträge.