3. Drohnenkrieg = Krieg gegen Demo­kratie und Menschenrechte

Ort: 
FUZ Pfützenstr.1
Datum & Uhrzeit: 
16. Mai 2013 - 20:00

Veranstaltungsreihe der AG Frieden Trier in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung RLP

Moderne Kriege - und Strategien gegen die Militarisierung

 

3. Drohnenkrieg = Krieg gegen Demo­kratie und Menschenrechte

 

„Der Appe­tit der Poli­tik wird abnehmen, solche Einsät­ze wie Af­ghanis­tan zu wie­derholen“, deshalb sind Kampfdroh­nen künftig „strate­gisch-taktisch unverzicht­bar“ so der Inspekteur der Bundesluftwaffe. Auch der Verteidigungsminister be­fürwortet die unbemann­ten und ferngesteuerten Luft­fahrzeuge für den Kriegsein­satz. Mindestens 600 Mio € lässt sich das Verteidi­gungsministerium die Entwicklung einer eigenen Kampf­drohne im EU-Rahmen kosten. Die öffentliche Debatte ist ent­brannt.

„Die Grenze zu extralegalen Hinrichtungen ist ganz schwer zu ziehen“ kritisiert der Trierer Bischof Ste­phan Ackermann (18.9.12 Trieri­schen Volks­freund) er fordert eine breite Diskussion über die Auswirkun­gen auf das ethische Ziel der Ge­waltminimierung.

Die Kritik:

  • Internationale Kampfein­sätze sind damit leichter zu führen, weil sie losge­löst von eigenen Op­fern, von realen Einsatzer­fahrungen möglich werden.
  • Zivilisten, dar­unter auch Kinder, werden Op­fer von Drohnenangrif­fen. Es gibt keine „prä­zisen“, „chirurgi­schen“ Drohnenangrif­fe (Rüs­tungsindustrie).
  • Drohnene­insätze wür­den ohne Parla­mente und juris­tische. Ein­klagbar­keit geführt.
  • Töten mit Drohnen sei spiele­risch leicht und heim­tückisch, niemand weiß, wann sie wieder zu­schlagen und so­mit ist die Bevöl­ke­rung permanent terro­risiert.
  • Droh­nen bringen Rüs­tungskonzernen riesige Profite

Die friedenspoliti­sche Kam­pagne ge­gen Drohnen für Krieg, Überwa­chung und Un­ter­drückung wird im Vortrag vorgestellt: www.drohnen-kampagne.de

 Referent: Thomas Mickan (IMI Tübingen)

 Do 16. Mai 20h im FUZ, Pfützenstr. 1

 Veranstalterinnen: Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz, mit Unter­stützung der DFG-VK Trier & Pax Christi im Bistum Trier