„Helfen statt wegsehen!“

Datum der Veröffentlichung: 
10. Mai 2012
Ort: 
Trier
Autor: 
AGF

Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. Pfützenstr.1 54290 Trier www.agf-trier.de

                                                                                Pressemitteilung Trier 10.5.2012

        

Helfen statt wegsehen!

Treffen der Zivilcouragetrainer aus Rheinland-Pfalz

Am vergangen Wochenende trafen sich erstmalig Zivilcouragetrainerinnen und trainer aus ganz Rheinland-Pfalz zum Austausch in Trier. Das Treffen wurde von der Arbeits­gemein­schaft Frieden in Kooperation mit der Leitstelle Kriminialprävention im Innenministerium Rheinland-Pfalz ausgerichtet.

Gewaltfrei handeln ohne sich selbst zu gefährdenso das Motto der Zivilcourage-Trainings für Jugendliche und Erwachsene.Oft sind es kleine Alltagssituationen in denen wir Zivilcourage zeigen können: der rassistische Spruch auf der Arbeit, das Schubsen im Bus, jemand schlägt ein Kind im Supermarkt oder in der Fußgängerzone wird ein Obdach­loser attackiert.so Hermann Anell Zivilcouragetrainer aus Trier, und weiter:Es kann jeden treffen und jeder hofft auf Menschen die eingreifenwie das geht, kann jeder in unseren Trainings lernen!Die Nachfrage nach Trainings erhöhen ist neben Weiter­qualifizierung eines der Ziele des neuen Netzwerks.

In Rheinland-Pfalz gibt es ein Netzwerk von inzwischen rund 25 ausgebildeten Trainer­innen und Trainer für Zivilcourage, bei den Tagestrainings für Gruppen und Klassen ge­bucht werden können. Die AG Frieden Trier fungiert als Kontaktstelle und vermittelt für Zivil­courage-Trainerinnen und Trainer in Rheinland-Pfalz. T. 0651-9941017 www.AGF-Trier.de


Das Netzwerk Zivilcourage hofft auf verstärkte Nachfrage von (Hoch)Schulen, und Jugend­ein­rich­tungen, aber auch von Vereinen und Parteien, aus der Verwaltungen und für „alle zivilgesell­schaft­lichen Gruppen denen Demokratie und Menschenrechte am Herzen liegen.“

Unsere Gesellschaft braucht mehr ZivilcourageGewalt und Bedrohungen, zum Teil ziel­gerichtet gegen Minder­heiten wie Migranten oder Obdachlose z.B. durch Neonazis, aber auch unspezifisch z.B. durch Jugendliche gegen unter­schiedlichste Menschen sowie Diskriminierungen im Alltag bedürfen unseres Engagements für ein demokratisches Miteinander!ergänzt Markus Pflüger von der AG Frieden Trier, die das landesweite Netzwerk für Zivilcourage initiiert haben, um das Wissen wie man in Bedrohungssituationen richtig eingreifen kann, noch bekannter zu machen.

Zivilcourage kann geübt werdenim Training werden sozialpsychologischen Erkenntnisse vermittelt, Verhaltensweisen erlernt und in Rollenübungen konkrete Tipps erarbeitet, dazu gehören beispielsweise:Fordern Sie andere direkt auf, mit Ihnen gemeinsam einzugreifen, beauftragen Sie jemanden, Hilfe bzw. die Polizei zu rufen, meiden Sie Körperkontakt mit dem Angreifer, duzen, beleidigen und drohen Sie nicht, kritisieren Sie die Situation, nicht die Person.Es gelte für Möglichkeiten der Zivilcourage im Alltag zu sensibilisieren und das Verhaltensrepertoire für gewaltfreies Handeln zu erweitern.

Die Ausbildung von weiteren Trainern wird von der Leitstelle Kriminalprävention im Innen­minis­terium RLP unterstützt. Die erste Ausbildung von vierzehn ZivilcouragetrainerInnen in Trier erhielt 2010 den Weiterbildungspreis des Landes www.rlp.de/no_cache/aktuelles/presse/einzelansicht/article/herausragende-weiterbildungsprojekte-ausgezeichnet-1